title image


Smiley Schwierige Frage.
Die Canon A610 ist nur wegen der Bildqualität und der Möglichkeit zur (begrenzten) manuellen Einstellung empfehlenswert. Nicht unbedingt jedoch hinsichtlich der Gehäusequalität (einige Besitzer hier sehen das anders) und des Objektivs. Zwar ist die von Canon eigengefertigte Optik im oberen Bereich der Kompakten anzusiedeln, doch gibts desöfteren produktions- und kostenbedingte Streuungen in Form quietschender Zoom-Mechanik und magelhafter Justage. Untadelig hingegen sind Signalverarbeitung und Chip; Canon fertigt schließlich als einziger alteingesessener Markenhersteller seine Sensoren selbst.



Die Pentax DL ist eigentlich eine feine und sauber verarbeitete Kamera, die hinsichtlich der meisten gängigen Anforderungen kaum Wünsche offenlässt. Zwar vermittelt die Haptik den Eindruck eines leichten Plastikgerätes - was bezüglich der Abmessungen und nur 480 Gramm auch nachvollziehbar scheint - doch sollte man selbst checken, ob einem das liegt.



Ein Manko bei Sensoren dieser und ähnlicher Art kann die 1,55fache Brennweitenverlängerung sein. Zumindest, wenn man in Richtung Weitwinkel tendiert. Hier muss man schon auf nominelle Superweitwinkel ausweichen, die recht teuer sind, weil sie weitaus aufwendiger korrigiert werden müssen, als ein gemäßigtes Weitwinkel. Deswegen wäre man gut beraten - sofern es die Finanzen erlauben - sich ein Pentax "ED" zuzulegen. Denn die herkömmlichen WW-Zooms sind nur dann eine Alternative, wenn man mit einer (subjektiv) nur durchschnittlichen - sprich normalen - Bildqualität zufrieden ist.



Eine mögliche und gute Alternative wäre eine Pentax K100d, in etwa gleiche Maße, doch aufgrund des stablieren Gehäuses mit Metallkern etwas schwerer.



Generell tue ich mich mit DSLR-Empfehlungen im unteren Preissegment etwas schwer, da Verarbeitungs- und Materialqualität in Relation zum Preis zwangsläufig fast durch die Bank weg nicht so doll sind. Dies gilt in verstärktem Maße auch für die Objektive. Deswegen halte ich es auch für einen Anachronismus, ein 500-Euro-Gehäuse mit einem 1200-Euro-Objektiv zu bestücken. Zumal Sondergläser ihr Gewicht haben und ich bei billigen Kameraflanschen da meine Bedenken habe.



Persönlich favorisiere ich da lieber eine gediegene Robustheit oberhalb 1000 Euro Bodypreis. Wobei Features wie Sensorreinigung oder ähnliches für mich ohne Belang sind, da es auch bestens ohne diese Dinge geht. Dies gilt auch für die unzähligen Einstellmöglichkeiten und den ganzen Schnickschnack. Die besten Bilder wurden bis dato ohne dieses Kram gemacht, und meine fotografierenden Berufskollegen nutzen eh nur ganz wenige Settings.




Salvo errore et omissione (Mit Vorbehalt von Irrtum und Auslassung)

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: