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Smiley Re: Gibt ja auch genug Autofahrer, die das nicht kapieren...
Ich bin auch ein Wieder-Einschalter, bzw. sogar ein Eingeschaltet-Lasser. Begründung folgt, wortreich wie immer (sry, ich kanns nicht anders).



>> Deswegen mach ich dann erst den Blinker wieder an, wenn die Ampel auf grün schaltet.



Dazu von dir mehrere Fragen - also mehrere Antworten bzw. rhetorische Gegenfragen (die alle auf das gleiche abzielen...



> Warum? Wozu schaltest Du den Blinker wieder ein?

Damit jeder sehen kann wohin ich fahre

> Du bist ja auf einer eindeutigen Spur, wo man z.B. nur nach links abbiegen kann.

Ob das 'eindeutig' auch wirklich für alle gilt ?

> Wo Du also hinfahren wirst, ist klar.

Jedem ?

> Extra nochmal den Blinker einzuschalten ist also hyperfluid.

Hyperfluid ist gut :-)



Also worauf ich hinaus will ist, dass dieses 'eindeutig' mehr oder weniger nur für den 'Hintermann' gilt. Und auch da nur eingeschränkt.

Für den Gegenverkehr kann das schon anders ausschauen. Oder den Querverkehr. Noch dazu nachts womöglich.



Beispiel: du biegst rechts ab, auf einer eigenen Spur. Woran erkennt man die ? 1. an Hinweisschildern (die nur du siehst), 2. an Bodenmarkierungen (auf denen du draufstehst, 3. ev. an einer Zusatzampel (die auch nur du siehst).

Ich als entgegenkommend Linksabbieger (ev. auch auf einer eigenen Spur um die Kurve rum, sodass du als entgegenkommend Rechtsabbieger mich eigentlich nicht tangierst) habe da schon Freude daran, wenn du blinkst. Sonst glaube ich du fährst geradeaus. Detto ein von rechts kommender und benachrangter. Oder auch ein mit Vorrang Rechtskommender (dem du damit eine Schrecksekunde ersparst).

Weitere Beispiele würden mir sicher auch einfallen.

Wir beide als Linksabbieger zB, und ich halte dich wegen deines Nichtblinkens für einen (dadurch bevorrangten) Geradeausfahrer.



Dadurch reduziert sich die Zahl deiner 'eindeutigen' Situationen beträchtlich. Was die Frage aufwirft "wozu überhaupt darüber nachdenken ?"...



Und da habe ich noch gar nicht über die Grundvoraussetzung des Blinker-wieder-einschaltens nachgedacht, nämlich ob das Ausschalten überhaupt möglich ist. Ich denke bei entsprechendem Nachdenken werden sich da viele Situationen aufdrängen, wo man den Blinker besser doch an lassen sollte.



Das Problem an der ganzen Sache ist im Grunde einfach:

1. Man soll nicht von sich auf andere schließen. Aus dem Umstand, dass eine Situation für dich eindeutig ist, kannst du nicht mit Sicherheit schließen, dass das auch für alle anderen gilt. Nicht oft jedenfalls, meistens nicht.

2. Und man sollte die Sache nicht unnötig verkomplizieren. "Wer abbiegt blinkt" ist der Normalfall, das brennt sich ins Gehirn ein im Lauf der Zeit. Daraus folgt "wer nicht blinkt biegt nicht ab". Diese Logik ist zwar auch nicht schlüssig, aber real. Es gibt ja sogar Leute, die - intuitiv sozusagen - nach derselben krummen Logik in eine Kreuzung einfahren, nur weil sie nicht rot haben (gelb blinken nämlich, mit einem dicken fetten "Vorrang geben"-Schild).



Da sollte man nur wegen ein paar Blinksignale nichts provozieren, das wäre meine Meinung, im Sinne der Sicherheit.


Gruppenfoto: Y8

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