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Smiley Ja, sie stehen im Gleichgewicht,
aber nicht mehr, wenn Du sie durchsägst.



Ein Baum wächst oberhalb der Erde so, daß er einerseits aus dem Lichtangebot der Sonne das Optimum herausholt, andererseits dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche gibt.



Daraus ergibt sich, daß ein Baum selten symmetrisch wachsen kann.



Unterhalb der Erde wächst ein Baum so, daß er einerseits möglichst viele Nährstoffe aus dem Boden holen kann und andererseits die Seitenlast oberhalb der Erde ausgleichen kann.



Wenn ein Baum aus zuerst genannten Gründen schief wächst (bzw. wachsen muß), verstärkt er auf dieser Seite gleichzeitig seine Wurzeln, um diese Seitenlast auszugleichen.



Du kannst das in einem einfachen Experiment nachvollziehen:

Wenn Du Dich nach vorne beugst, dann mußt Du als Ausgleich entweder den Hintern nach hinten ausstrecken oder einen Ausfallschritt nach vorne machen.



Die Verbindung zwischen Wurzeln und Krone ist sehr zäh und kann diese Seitenbelastung und das Abstützen über die Wurzeln sehr gut tragen. Diese Stützeigenschaften von Baumholz sind so gut, daß man dieses gerne als Baumaterial mit tragender oder stützender Funktion benutzt.



In seiner Gesamtheit ist ein Baum also im Gleichgewicht, seine Einzelteile sind es zumindest oberhalb der Erde und in den meisten Fällen nicht. Darum werden die meisten Bäume umfallen, wenn man ihren Stamm durchsägt.

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