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Smiley Re: Gehaltsunterschied innerhalb Abteilung / Verhalten
Hallo,



wie meine Vorschreiber schon andeuteten sind noch andere Faktoren am Gehalt angehängt als nur das reine Wissen. Wenn Du jetzt zu Deinem Chef gehst und dann das gleiche Gehalt bekommst wie die Leute die schon 5 oder 10 Jahre bei der Firma sind werden die sicherlich auf die Barrikaden gehen. Die Berufserfahrung zählt eben auch zu hohem Maße. Genauso wie die Verbindung zu dem Unternehmen die erst mit den Jahren wächst. Man weiss schliesslich ob man sich auf die Leute verlassen kann. Leute die in das Unternehmen wechseln stellen ihre Gehaltsforderungen und wenn der Chef meint das gehe in Ordnung, dann bekommen sie das Gehalt.



Ich würde den Chef auf die gestiegenen Verantwortungen hinweisen eventuell auch die Meinung der Kollegen dazu anführen. Den Chef fragen ob er diese Meinungen der Kollegen teilt oder, falls er dies nachfragen will (die Kollegen nach deren Meinung fragen) ein weiteres (abschliessendes) Gespräch führen. Auf keinen Fall würde ich das Gehalt der Kollegen anführen. In manchen (vielen?) Arbeitsverträgen steht nämlich die Klausel dass das Gehalt an dritte nicht weitergegeben werden darf. Damit könnte man die Kollegen in Teufels Küche bringen. Und wenn Du erwähnst Du hättest das ganze zufällig mitbekommen dann hat das ganze einen faden Beigeschmack. Und dann gehts darum wie Du das gesehen hast und nicht mehr um Dein Gehaltsgespräch. Einfach sagen dass Dir die Arbeit Spass macht und Du gerne in der Firma arbeitest ist sicher von Vorteil. Dem Chef zu erkennen geben dass Du Dir auch für die nächsten Jahre die Arbeit in der Firma wünschst. Denn oftmals ist es so dass die Chefs meinen dass Studienabgänger eh nach 3-5 Jahren den Job wechseln um sich neue Aufgaben zu suchen.



Erpressungsversuche gehen meist nach hinten los. Vor allem wenn man nichts in der Hinterhand hat. Das mit der inneren Kündigung ist so eine Sache. Wenn Du meinst Du könntest unter den Bedingungen nicht arbeiten dann musst Du definitiv kündigen bzw. einen anderen Job suchen. Wenn Deine Leistung abruppt nachlässt und Du mit Widerwillen zur Arbeit gehst merken das die Kollegen und dein Chef. Und das Zeugniss dass Du dann bekommen würdest möchtest Du sicherlich nicht. Wenn man innerlich kündigt dann muss man auch zeitnah die wirkliche Kündigung aussprechen.



Was mich noch interessieren würde ist eine andere Frage. Warst Du vorher der Meinung dass das Gehalt Deiner Arbeit angemessen ist? Oder dachtest Du schon immer dass Du zuwenig Geld bekommst?



Olaf

geschrieben von

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