title image


Smiley Re: offtopic: Erste eigene Wohnung
Moin,



du bist auf dem richtigen Weg.



Meiner Meinung nach ist Deine Kalkulation aber nicht ausreichend bzw. unvollständig.



Deine Miet- und Nebenkosten kann ich nicht beurteilen, hier würdest Du für das Geld keine 80 qm Wohnung mieten und beheizen können.



200 Euro für Essen sind etwas knapp. 250 - 300 sollten es schon sein wenn auch mal Gemüse und Obst dabei sein sollte. Dann sind dann aber auch schon die Hausreinigungsmittel drin.



Der größte Fehler: du hast keine Reserven drin und es fehlt meiner Ansicht nach ein Taschengeld für jeden. (Sonst ist der Stress vorprogrammiert)



Die Reserven benötigst Du für unverhersehbare Dinge - wenn nichts nötig ist kann man von einem ersparten Sockel auch mal was Abschöpfen für einen Urlaub oder eine Investition.



Wir halten es so: wir zahlen jeden Monat den gleichen Betrag auf ein gemeinsames Konto. Von diesem gehen alle gemeinsamen Ausgaben ( Hypothek, Gas,Wasser,Strom, Versicherungen (nicht KFZ), GEZ, Kabel, Telefon) ab. Hier baut sich eine Reserve auf für Notfälle / Sondertilgung Haus.



Jeden Monatsanfang legen wir jeder 150 Euro in die Haushaltskasse.



Jeder zahlt sein eigenes Auto (inkl.Versicherungen), seine Klamotten, Hobbies, Laster etc. selber.

Fun und Entertainment (schick Essen gehen, Theater, Kino Konzerte) wird vom Taschengeld bezahlt - mal sie mal ich.





Bevor jetzt irgendjemand auf die Idee kommt, das wäre ungerecht für den der weniger verdient.



Halt Stopp.



Der jenige der weniger verdient hat auch noch (bei Ehepaaren) die schlechtere Steuerklasse.

Meistens war ich der Besserverdienende - und habe dann soviel von meinem Geld direkt abgetreten, dass wir beide die gleiche Ausgangsposition haben.



In den letzten 4 Jahren hat meine bessere Hälfte ein Studium eingeschoben (gerade frisch diplomiert) und ich habe in der Zeit die Hälfte meines Einkommens abgegeben - so konnten die altgewohnten (bewährten) Verfahrensweisen beibehalten werden und keiner hat Stress (Schatz hast Du mal ein paar Euro ....)



Wir haben auch in einer ganz kleinen billigen Wohnung angefangen und es gab manches Mal Sparkost - das kann zusammenschweissen - kann aber auch Stress bedeuten - wichtig ist, dass sich keiner benachteiligt fühlt.



Bisher funktioniert es 14 Jahre und die finanziellen Spielräume sind heute ungleich größer - das Prinzip jedoch noch immer gleich.



Fun und Entertainment (schick Essen gehen, Theater, Kino Konzerte) wird vom Taschengeld bezahlt



Sorry - war etwas lang. Vielleicht hilft es ja.



Thorsten




*** jeder hat ein Recht auf meine Meinung ***

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: