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Smiley Re: Wärmepumpe ( Luft/Wasser ) für Altbau um 1970 als bivalente Heizquelle
Hallo,



ja, was hat denn die photovoltaische Stromgewinnung mit der wirtschaftlichen bzw. der ökologischen Bewertung der Elektroheizung, der elektrischer Wärmpumpe oder der Gasbrennwertheizung zu tun? Eigentlich gar nichts. Das ist eine Thema für sich.

Und das der Carnotsche Kreisprozess durchbrochen werden könnte, geht ja nur, wenn es die esoterische "Freie Energie" gäbe.



Tatsache ist, dass bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken im Durchschnitt nur etwa 35% der Primärenergie in elektrisch Energie umgewandelt werden. Dabei wird durch Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas eine Kesseltemperatur von etwa 500 bis 600 Grad erzeugt. Beim Antrieb der Dampfturbinen kühlt sich dann der überhitzte Wasserdampf stufenweise ab und wird letztlich durch die Kühltürme oder das Kühlwasser auf verträgliche Temperaturen abgesenkt. Dabei gelangen etwa zwei Drittel der Energie als Abwärme in die Umwelt und nur ein Drittel wird in elektrische Energie umgewandelt.



Letztlich fließt also bei der thermischen Stromgewinnung die Wärmeenergie von einem hohen Temperaturniveau auf ein niedrigers, wobei nur geringer Anteil in hochwertige elektrische Energie umgewandelt wird. Das ist System bedingt und lässt sich nur noch wenig steigern. Hinzu kommen noch Verluste an den Transformatoren und in den Leitungen.



Die Wärmepumpe macht nun genau das umgekehrte, sie pumpt Wärmeenergie von einem niedrigen Niveau auf ein hohes und wandelt dabei die elektrische Energie auch in Wärmeenergie um.



In der Gesamtbilanz beider Prozesse wird da keine oder nur im geringen Maße generative Energie genutzt. Das gleicht sich etwa aus.



Trotzdem kann eine elektrisch Wärmpumpe wirtschaftlich sein, denn schließlich bekommen die großen Stromerzeuger die Primärenergie, z.B. Braunkohle, erheblich preiswerter als der Endverbraucher. Wenn damit allerdings hohe Investitionskosten verbunden sind, ist davon eher abzuraten. Das Werben mit generativer Energie appelliert halt an das Umweltbewusstsein der Menschen.



Noch kritischer - und manchmal auch sehr einseitig - sehen das natürlich die Umweltverbänden. Dazu ein Auszug



LNV-Rundschreiben 1-2006 , Seite 12



2.10 EnBW will Wärmepumpen-Kunden binden

(taz) Die Energie-Baden-Württemberg (EnBW) hat eine neue Variante ersonnen,

Stromkunden langfristig zu binden: In March-Hugstetten bei Freiburg will das Unter-nehmen

ein Neubaugebiet mit 151 Wohneinheiten mit elektrischen Wärmepumpen

ausstatten - ein landesweites Pilotprojekt. Wer auf dem Areal "Neumatten" ein

Grundstück erwirbt, soll die Elektrowärme als Baulast ins Grundbuch eingetragen bekommen. Damit wäre die Wahl einer anderen Heizung blockiert, man macht sich auf alle Zeiten vom Strompreis abhängig und kann den Stromversorger nicht mehr wechseln. Da Wärmepumpen "erfahrungsgemäß zu 85 Prozent tagsüber laufen", müsse man überwiegend Tagstrom bezahlen, den die EnBW für Heizzwecke derzeit

für 14,51 Cent je Kilowattstunde anbietet.

Die landeseigene Klimaschutz- und Energieagentur (KEA) in Karlsruhe kommt in einem eigens für das Baugebiet "Neumatten" erstellten Gutachten zum Ergebnis, dass "die konventionelle dezentrale Wärmebereitstellung" - also Öl- oder Gasheizungen - "auch bei heutigen Energiepreisen noch deutlich kostengünstiger" sei als die elektrische Wärmepumpe. Laut KEA verursacht eine Wärmepumpe dreimal so viele CO2-Emissionen wie ein Nahwärmenetz mit Holzhackschnitzeln und sechsmal so viel wie eine Pelletheizung.



Optimal wäre m.E.. die Gaswärmepumpe, denn diese setzt die Primärenergie - unter Nutzung von regenerativer Energie - am effizientsten in Wärmeenergie und wäre gewissermaßen eine Steigerung der Gasbrennwertheizung. Wenn man die Sonnernergie nutzen will, dann kann man dies für das Warmwasser tun, oder den Kollektor von der Wärmepumpe nutzen.



Da werden zwar immer Modelle angeboten, sind aber kaum auf den Markt. Besonders interessant wäre auch die AbsoptionsWärmepumpe , die aber offenbar noch nicht marktreif ist.



Wenn man noch lange wartet, werden die Japaner bald auf dem Markt sein, denn in

Japan ist diese Technik schon weiter verbreitet.



Mit freundlichen Grüßen



gruscho









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