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Smiley Re: Spotlight benutzen Arbeitsrechtlich bedenklich ?
Hallo WillReichSein,

1. dein Nick ist nicht gerade das was ein Chef erwartet. Leider kann ich nicht sagen, ob der Nick gewechselt werden kann. Ansonsten vielleicht für fie Arbeit eine zweiten wählen (neutraler) - ich möchte hier nicht sagen, dass der Nick schlecht ist, aber dem Chef kann er unangenehm auffallen, insbesondere, wenn er meint, dass Kunden einen Bezug zur Firma ziehen können. Nach dem Motto: Das sind doch die Probleme, die wir hatten, die da veröffentlicht werden.



2. den Chef in einer ruhigen Minute ansprechen und über die Sache in Ruhe reden. Erläutere ihm, dass die Gesamtlösung von dir kommt. Das bedeutet, dass das Konzept deines ist. Um dieses umzusetzen müssen bestimmte Funktionen (leider kann ich nicht sagen in welchem Bereich du arbeitest – ich nehme mal den Bereich IT, in dem ich tätig bin) gekannt werden. Bei dem Umfang der heutigen Arbeitswelt kann man nicht alle Funktionen kennen. Meistens kann man aber sagen, dass es diese gibt – alleine aus dem Programmverständnis heraus. Falls es diese nicht gibt, so gibt es Workarounds. Diese selbstständig zu finden bedarf in der Regel viel Zeit (lies das Manual und du hast erstmal gut zu tun). Schneller ist es meist, Leute zu fragen, die in einem ähnlichen Tätigkeitsbereich arbeiten. Diese haben dieses oder ein ähnliches Problem evtl. schon gehabt und können so schnell und effizient weiterhelfen. Die Zeit ein Posting zu verfassen ist eigentlich nicht relevant. Insbesondere muss beim Schreiben eines Postings berücksichtigt werden, dass man sich in dieser Situation sehr intensiv mit der Problemstellung auseinander setzen muss, um einen verständlichen Text verfassen zu können. Manchmal hilft reden und man kann das Problem selber lösen. Ich kennen eine Person, die macht Datenbanken, die ich nur am Rande verstehe. Er redet über Probleme, die ich vielleicht zu 30% verstehe, ich höre nur zu und plötzlich sagt er nur: „klar – das ist doch logisch, das kann so nicht funktionieren“. Dieses geschieht oft mit einfachen Problemen (sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht). Oft ist es auch eine Qualitätskontrolle, die man direkt mitgeliefert bekommt. Es schauen viele Leute drauf, denen auffällt, wenn eine Lösung völliger Schwachsinn ist (sollte man sich nicht drauf verlassen). Oft sind es auch Lösungsansätze, die das eigene problemlösende Denken anregen und so zu eigenständigen Lösungen führen.



3. Es ist nichts dagegen einzuwenden, selber auf Postings zu antworten. Ansonsten würde das auch schnell gemerkt und die Antwortzahlen auf deine Probleme würden weniger (Geben und Nehmen). Die Leistung die du im Forum erhältst wird so gesehen auch bezahlt – durch ein paar Minuten deiner Arbeitskraft. Nur sollten deine Leistungen die du im Forum erbringst in einem gesunden Verhältnis zu den Hilfestellungen, die du erhältst stehen. Sonst wird der Chef fragen, ob du nicht professioneller Poster werden willst.



4. Unterlass es während der Arbeitszeit in nicht berufsbezogenen Foren unterwegs zu sein. Dieses kannst du dem Chef gegenüber nicht rechtfertigen.



5. Vertrauensbildende Maßnahmen: Mache klar, was deine eigene Leistung ist und kommuniziere klar, in welchen Teilen du Hilfe benötigt hast. Erkläre, warum du diese Hilfe nicht in der Firma finden konntest sondern auf externe Quellen zurückgreifen musstest.



6. „Führe eine Statistik“ – wirkt in Deutschland immer gut. Hier notierst du kurz, was deine Frage war und wie lange es gedauert hat, bis du Hilfe bekommen hast. In der Regel sind die Foren, in denen ich mich so rumtreibe schnell. In der Zeit hätte ich im Schnitt nicht so schnell die Lösung finden können. Verwende hier aber wenig Zeit darauf. Ansonsten hießt es am Ende: „der hat auch Zeit Statistik zu führen“. Einfach nur die Zeiten von Fragestellung bis vollständige Beantwortung notieren (nicht jede Antwort).



7. Versuch auch mit den Kollegen besser zurecht zu kommen. Evtl. sind bei denen Ängste vorhanden oder sie haben feste Gruppenstrukturen, in denen alle als „Fremdkörper“ wahrgenommen und abgewehrt werden. Versuche aber nicht mit aller Macht in die Gruppen zu kommen, sondern analysiere ihr Verhalten (ohne aufzufallen). Gruppen haben in der Regel Rituale, eine eigen SpracheÂ… . Pass dich den Gruppen langsam an (nicht zu auffällig – bloß nicht nachäffen). Zeige dich offen, gib aber nicht zuviel von dir preis – nur soviel, wie du für richtig hältst. Ansonsten bietest du eine Angriffsfläche. Biete deine Hilfe an. Wenn sie keiner beim ersten Angebot haben will, dräng sie nicht auf. Nur bei kritischen oder gefährlichen Prozessen musst du dich durchsetzen.



Ich weiß Â– sagt sich leicht.





Viel Glück



Tschüss



Tysa





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