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Smiley Re: Ladekurve von Akkupack seltsam
Ich finde die Ladekurve sieht ziemlich normal aus, nur ist der Akku noch nicht voll! Ich weiß ja nicht mit welchem Strom Du lädst?



Ist der Ladestrom 1/10 vom Wert der Nennkapazität, muss ein leerer Akku 14 Std. geladen werden, d.h. bei diesem niedrigen Ladestrom müssen 140% hineingesteckt werden. Je niedriger der Ladestrom, desto schlechter der Wirkungsgrad. Bei 1/10 Nennkapazität als Ladestrom pendelt sich bei vollem Akku - wenn dieser kühl bleibt - etwa 1,45 Volt als Ladeschlussspannung ein, ohne dass der Ladestrom zurückgeht. Allerdings ist es keine echte Ladeschlussspannung (wie bei Bleiakkus), der Akku muss einige Zeit bei 1,45 Volt geladen werden und der Strom fließt ja auch weiter.



Bei höheren Ladeströmen zeigen NiCd-Akkus - und weniger deutlich NiMH-Akkus - eine andere Ladekurve. Je nach Ladestrom und Akkutemperatur erhöht sich die Ladespannung bei fast vollem Akku auf grob 1,54 Volt pro Zelle, der Akku erwärmt sich leicht und die Ladespannung fällt wieder etwas ab (mit Tendenz Richtung 1,45 Volt), der Ladestrom bleibt aber hoch, wenn keine Regelung eingreift. Erwärmung und Überladung schaden auf Dauer den Zellen.

Andererseits macht zu langsames Laden und häufiges unvollständiges Laden die Zellen schlapp.



Zu Deiner Kurve:

Dass die Spannung leicht einbricht, wenn der Akku wach wird und wieder Strom annimmt, sollte nicht stören. Der Anstieg von 1,1 auf 1,3 Volt bedeutet der Akku nimmt jetzt echt Energie auf, denn unterhalb von 1,2 (unbelastet aber auch ohne Ladestrom gemessen) hat ein NiCd-Akku wenig Energie in sich. D.h. erst in der zweiten Hälfte Deiner Kurve bekommt Dein Akku Mumm, er ist aber noch lange nicht voll.







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