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Smiley Re: Mail-Datenbanken optimieren
> Bei zwei Usern mit lokaler DB-Replik und einer aussergewöhnlich grossen

> Ordnerstruktur in der Mail-DB (einige Hundert bis zu 1500 Ordnern), gibt es

> Performance Probleme mit den Clients/Datenbanken. Größe der DB's einmal 2,7GB und

> einmal 6GB.



Von einem Performance-Problem spricht man dann, wenn die Performance aus irgendeinem Grund weit unter die üblicherweise zu erwartende Größenordnung sinkt. So etwas kann man dann "lösen", sprich man beseitigt die Ursache des Problems, und erhält daraufhin wieder eine normale Performance.



Du hast hier allerdings ein völlig anderes Problem:



> Eine Verringerung der Mails in der DB oder eine Verringerung der Ordnerstruktur

> kommt nicht in Frage.



Du bringst die Systeme durch besonders hohe Last an die Grenzen der überhaupt möglichen Performance, die Ursache ist also bekannt, und du hast keine Möglichkeit, die Ursache zu beseitigen. Hier ist also auf jedenfall zu erwarten, daß die Performance im Keller ist. Dein Problem kann nur im Bereich von "Tuning"-Maßnahmen gelöst werden (oder evtl gar nicht gelöst, sondern nur abgemildert)



> Die Datenbanken brauchen sehr lange zum öffnen oder schliessen (bis zu 2 Minuten).

> Auch andere Aktionen (suchen etc....) sind sehr träge.



Hier haben wir erstens mit einer besonders langen Design-Liste (Anzahl von Design-Elementen) zu tun, und zweitens mit einem sehr großen Volumen des Designs (alle Ordner zusammen). Zusätzlich dürfte der Indexer andauernd ausgelastet sein (viele Ordner bedeuten vermutlich auch viel Ordner-Wechseln-Aktionen). Das Suchen wird generell durch einen Volltext-Index beschleunigt, wobei man beim Erstellen des Index etliche Tuning-Optionen hat. Das Suchen lassen wir in der weiteren Betrachtung mal außen vor.



> Das Problem tritt auch auf wenn ich mit meinem (High-Performance) Client direkt die

> Mail-DB vom Server öffnen will.



Beobachtest du denn eine Besserung, wenn der High-Performance-PC ;-) die Datenbank lokal von seiner eigenen Platte öffnet? Hier sehe ich so aus der Ferne das größte Optimierungs-Potenzial: der Benutzer braucht eine halbwegs flotte aktuelle CPU, dazu würde ich 2-4 GB RAM vorschlagen, und vor allem die schnellste Platte wo gibt. Evtl auch ein kleines SATA-RAID Level 0 oder 10, das bieten aktuelle PC-Motherboards in Hardware an. Falls der Benutzer mit etwas Lärm leben kann, gib ihm eine Platte mit hoher Drehzahl, das bringt nochmal einiges. Grafikkarte etc ist für diesem Fall unwichtig.



Am Notes-Client könnte man zwei Dinge probieren:

1. Transaktion Logging einschalten (bin aber nicht sicher ob das hilft - austesten!) und dafür unbedingt eine eigene Partition nehmen, besser eine eigene Platte.

2. nachdem der PC auf mehrere GB RAM aufgerüstet wurde, eine große RAMdisk einrichten und mit der entspr. INI-Variable den temporären Arbeitsbereich des Indexers auf die RAMdisk legen (hier nicht sicher, ob das ein Client überhaupt berücksichtigt). Beide Maßnahmen sind ursprünglich für die Serverperformance gemacht, Transaction Log funktioniert auch am Client.



> Die beiden Client-PC's sind Laptops mit 512 MB Ram und ausreichend Plattenplatz.

> CPU-Leistung einmal 1500Mhz und einmal 1200Mhz.



das ist natürlich traurig. Notbooks (auch in diesem Fall ohne e) können selten überhaupt 2G RAM aufnehmen, geschweige denn schnelle Platten.









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