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Smiley Re: Naja,...
Also wenn's nicht ueberpruefbar ist, dann braucht man es nicht zu verbieten?



Gegenfrage: wenn es nicht überüfbar ist, was nützt dann das Verbot? Appell an den gesunden Menschenverstand? Wenn der vorhanden wäre, würde sich die Frage nicht stellen.



Ich halte es nicht fuer Panik, wenn eine Rassentrennung nicht verboten ist.



Da sind wir uns ja einig, aber was daraus gemacht wird/wurde, geht eben weit darüber hinaus und nimmt teilweise schon hysterische Züge an.



Uebrigens war meine Freundin voellig entsetzt als ich ihr von den Rechten eines Restaurantbesitzers in D erzaehlt habe.



Dann denk mal andersherum. Wie wäre es mit einem Gesetz, dass du als Fußgänger entgegenkommende Passanten nicht - wie üblich - ignorieren darfst, sondern sie gefälligst freundlich zu grüßen hast? Oder dass du jeden Hausierer, der bei dir klingelt, zu einem netten Gespräch bei Kaffee und Kuchen einzuladen hast? Oder wenn man dich zwingt, diese blöden Lotto-Callcenter-Anrufer schön geduldig ausreden zu lassen, statt sie abzuwürgen?

Wie du siehst, ist es kein Recht speziell für Restaurantbesitzer. Ein Restaurant ist keine öffentliche Einrichtung und der Inhaber ist nicht zu einer Dienstleistung verpflichtet. Das ist soweit nicht entsetzlich, sondern gut so, denn ansonsten würden ziemlich schnell ein paar Immobilien frei.

Wenn jemand tatsächlich grundlos durch Missachtung beleidigt wird, ist die Lage schon etwas interessanter. Was glaubst, was die meisten anderen Gäste in so einem Fall machen? Genau: nichts. Möglicherweise unterhalten sie sich untereinander darüber, dass sowas verboten gehört. Diese Gruppe Menschen macht sich dann ebenfalls strafbar, da sie die Beleidigung schweigend duldet! Wieviele werden wohl einfach mal den Kellner oder Besitzer nach dem Grund fragen? So gut wie keiner. Und wenn der "beleidigte" Gast schön öfter unangenehm aufgefallen ist und man ihm auf diese Weise zeigen will, dass er unerwünscht ist? Aber nein, man geht erst mal davon aus, dass der Inhaber ein Rassist ist. Das meine ich mit "Hysterie".



Aber sowas hat ja noch andere Auwirkungen: wenn jemand eine Wohnung vermieten will und sich ein Deutscher sowie ein Ausländer meldet, dann muss der Vermieter in dem Fall, dass er an den Deutschen vermietet, dies unter Umständen rechtfertigen oder gar beweisen, dass er den Ausländer nicht diskriminieren wollte. Somit wird auch derjenige, der nichts Böses im Schilde führt, erst mal für kriminell erklärt. Übrigens ist auch dies diskriminierend! Sinnvoll?



Hatte der Bewerber nicht angerufen und nach einer Begruendung gefragt?



Hat Verdi nach einer Begründung gefragt? Ich erinnere auch noch mal an die unzulässige Beweislastumkehr. Man hätte seitens Verdi ja mal mit freundlicher Information anfangen können, statt gleich mit einer Klage zu drohen. Dieser Weg wird aber leider immer öfter eingeschlagen: erst mal juristisch einschüchtern. Das liegt sicherlich nicht daran, dass wir zuwenig Gesetze haben und dringend noch ein paar davon bräuchten.



P.S.: Ich werde heute keine Zeit zum Antworten haben. Du kannst also den ganzen Tag Bloedsinn schreiben. :D Just kidding.



Da wird mir schon genug einfallen :-D

Auch wenn es rein formell nicht so aussehen mag, finde ich diese Unterhaltung durchaus kurzweilig und interessant ;-)
Der Treffpunkt im Internet
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Die BRD ist wahrscheinlich das einzige Land der Erde, das zum Zwecke des Bürokratieabbaus erst mal eine Behörde gründet.


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