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Smiley WoW, zieht Euch das mal rein ...
eDonkey-Razzia: Tauschserver geschlossen, Schweizer verhaftet



In einer gemeinsamen Aktion der schweizerischen und belgischen Polizei wurde gestern der grösste eDonkey-Server abgeschaltet. Nach einer Hausdurchsuchung wurde auch der Schweizer Betreiber verhaftet.



Am 21. Februar beschlagnahmte die belgische Polizei in der Nähe von Brüssel den eDonkey-Server Razorback2. Gleichzeitig nahmen ihre Schweizer Kollegen den in der Schweiz wohnhaften Betreiber vorläufig fest, wie Recherchen von 20minuten.ch ergaben. Am Mittwoch um 16 Uhr war dieser wieder auf freiem Fuss.



Razorback2 galt als grösster und bekanntester eDonkey-Server weltweit. Über ihn wurden zu Spitzenzeiten rund 170 Millionen Dateien getauscht, darunter Songs, Filme, Software und Spiele. Bis zu 1,3 Millionen eDonkey-User konnten gleichzeitig auf den Server zugreifen. Auf dem Server selbst lagerten keine illegale Dateien, das System vermittelte lediglich Anfrager und Anbieter.



Die Filmindustrie feierte die Polizeiaktion am Mittwoch in einer Presseerklärung als «wichtigen Sieg im Kampf gegen die Verbreitung illegaler Inhalte über P2P-Netze.» Mit der Schliessung von Razorback2 sind nach Meinung der Motion Picture Association of America (MPAA) alle wichtigen eDonkey-Server in den USA und nun auch Europa dicht gemacht worden.



Im eDonkey-Netz hinterliess die Beschlagnahmung deutliche Spuren: die Userzahlen des Tauschnetzes brach um eine halbe Million auf augenblicklich drei Millionen User ein. Das Wachstum der Tauschgemeinde wird dadurch aber langfristig kaum gestoppt werden können.

Mit Kademlia steht bereits ein Nachfolgerprotokoll in den Startlöchern, und anders als das eDonkey-System ist es nicht mehr auf Server als Vermittlungsstellen zwischen den Tauschenden nötig.



Usern, die mit dem Server verbunden waren, droht unterdessen keine Verfolgung, da aufgrund der hohen Anzahl der Verbindungen eine Aufzeichnung vollkommen unmöglich gewesen sein dürfte. Mit dem Ziehen des Stromkabels gingen alle gespeicherten Daten im 16 GB grossen Arbeitsspeicher des Servers verloren. Das System war so eingerichtet, dass auf die Festplatten nur lesend zugegriffen wurde.



Gruppenbild: 3AA



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