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Smiley Re: "Restless Legs Syndrom" im letzten Schwangerschaftsdrittel - was hilft?
...Es ist bekannt, dass Blutspender, Frauen am Ende der Schwangerschaft und Patienten im Endstadium einer Niereninsuffizienz häufiger unter RLS leiden, gemeinsam ist diesen Patienten ein Eisenmangel. Im Liquor (Nervenwasser) findet sich bei RLS-Patienten ein erniedrigter Ferritinspiegel und ein erhöhter Transferrinspiegel. Man nimmt deshalb an, dass die Menge an Eisen im Gehirn von RLS-Patienten erniedrigt ist. Bei Untersuchungen an kleinen Patientengruppen mittels Messungen mit Kernspintomographen und bei Untersuchungen von Gehirnen Verstorbener hat sich ein solcher Eisenmangel im Gehirn bestätigt. Dieser Mangel soll in der Substantia nigra und im Putamen besonders ausgeprägt sein, das Ausmaß des Mangel soll mit der Schwere der Symptome parallel gehen. In wie weit bei normalen Blutwerten eine Substitution von Eisen das RLS bessert ist noch nicht sicher bekannt, zumindest aber möglich. Einigermaßen gesichert ist der Nutzen der Eisengabe für Patienten im Endstadium einer Niereninsuffizienz und nachgewiesenem Eisenmangel. Hier bessert sich die RLS-Symptomatik durch Eisengabe. Auch bei Eisenmangelanämie, verschiedene Stoffwechsel- Störungen, wie Porphyrie, Amyloidose, Urämie und Diabetes mellitus, außerdem bei Poliomyelitis, Prostatitis, Hyperthyreose, Folsäuremangel, nach Magenoperation, während der Schwangerschaft und nach Kälteexposition können die Beschwerden auftreten Man vermutet, dass bei den Formen, bei denen keine Ursache gefunden wird spezifische Rezeptoren für den Eisentransport in der Substantia nigra im Mittelhirn fehlen. So jedenfalls aktuelle Forschungsergebnisse, die noch einer Bestätigung bedürfen. Diese Hypothese würde erklären, warum die Dopamin produzierenden Zellen dort nicht richtig funktionieren und warum Parkinsonmedikamente helfen. Einen Grund ohne Mangel im Blut Eisen zu substituieren gibt es allerdings bisher nicht, bei Patienten mit einem Serumferritinspiegel im unteren Normbereicht oder darunter (unter 45 mg/l) ist aber der Versuch mit einer Eisenbehandlung gerechtfertigt....



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