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Smiley Re: Inwieweit macht eine slipstreamed Setup CD überhaupt Sinn?
Soweit so gut, alles schien soweit zu funktionieren und ich konnte mit dieser CD auch wunderbar einen Rechner neu aufsetzen und alles schien okay. Auffällig war aber, dass die so erzeugte CD nun plötzlich viel grösser war als die ursprüngliche. Ich dachte eigentlich, dass hier im Wesentlichen nur Ersetzungen vorgenommen würden, aber ganz so scheint's ja nun doch nicht zu sein.

Ja was hast Du denn gedacht?... irgendwo müssen die zu installierenden Fixes ja auf der CD Platz finden!



Komisch war auch, dass sich der Windows Installer 3.1 (v2) partout nicht integrieren lassen wollte. Die Integration brachte zwar keine Fehlermeldung, er erschien aber hinterher nirgendwo. Kein Registry Eintrag, einfach gar nix.

Mit Sicherheit ein Fehler in Deinen Quelldateien. Die Slipstream-Installation des Windows-Installers läuft absolut problemlos ab.



Also hab ich dieses "ultrageheime" Hotfix-Pack von Sereby besorgt, das immerhin schlappe 200 Hotfixes so verwurschtelt, dass das Ergebnis noch locker auf eine CD passt... ...Sereby erklärt das so, dass sein Update-Pack einfach zu toll sei und manche Programme nicht damit klar kommen...

Genau das ist das Problem! Bleib bei der offiziellen Methode, die MS für ein Slipstreaming vorschlägt. Alles andere ist Quark.



Beim Lesen der Artikel kommen einem auch schwerste Zweifel, ob die Reihenfolge der eingespielten Patches nicht eben doch von Bedeutung ist und es längst nicht garantiert ist, dass wenn ein Patch in der Registry als gültig erscheint, dieser auch wirklich korrekt installiert ist.

Selbstverständlich ist die Reihenfolge des Einspielens von absoluter Wichtigkeit. Bei einer korrekt erstellten Slipstream-CD brauchst Du Dir diesbezüglich aber überhaupt keine Gedanken zu machen. Die fortlaufene Nummerierung der KB-Patches von MS stellt sicher, dass die zu installierenden Fixes in der richtigen Reihenfolge in der "svcpack.inf" stehen. Das Zusammenspiel von "qchain.exe" und dem Ordner "$hf_mig$" stellt dabei sicher, das keine neueren Fixes durch ältere ersetzt werden.



Nun meine Frage an euch. Wie seht ihr das? Ist so eine Slipstream-Geschichte nur ein schöner Traum, der aber in der Praxis nicht zuverlässig funktioniert? Lohnt es sich überhaupt, an sowas überhaupt noch einen Gedanken zu verschwenden?

Slipstream funktioniert zuverlässig. Die Qualität des Ergebnisses hängt letztendlich aber immer vom Quellcode ab. Neueinsteiger lassen sich meist durch die Komplexivität des Themas dazu verleiten, zu den diversen "Ein-Klick-Automatik-Tools" oder fertigen Patchsammlungen zu greifen. Läuft danach das System unrund, ist die Fehlersuche zumeist wesentlich zeitraubender als bei manuell erstellten Slipstream-Code. Zudem fehlt dem Anwender durch die Nutzung dieser Automatik-Tools jegliches Hintergrundwissen, um evtl. vorhandene Fehler aufzuspüren.



Als Neueinsteiger empfehle ich Dir, Dich in die Beschreibungen von unattended.msfm.org einzuarbeiten. Speziell die Abschnitte svcpack.inf-Methode, die winnt.sif-Referenz und die Beschreibung der cmdlines.txt sind von Bedeutung.

Die Seite gibt es auch in deutsch, allerdings driftet diese Seite leider auch immer mehr zum "Automatik-Hype" hinüber. Die Einträge und Tweaks in der dort angebotenen Datenbank sind mitunter absoluter Quark.

Eine weitere sehr gute Quelle sind die Hilfedateien "deploy.chm" und "ref.chm" im Archiv "Deploy.cab", zu finden auf der Windows-CD im Ordner "\Support\Tools\". Dort findest Du auch die Datei "setupmgr.exe", die Dir eine Antwortdatei (unattended.txt bzw. winnt.sif) erstellt.



Was die Hotfixes angeht:

Grundsätzlich sollten natürlich alle veröffentlichten Security-Fixes auf der Slipstream-CD enthalten sein. Bei den ausserplanmässig veröffentlichten Patches lohnt mitunter ein genauerer Blick auf die jeweiligen KB-Artikel der MS-KnowledgdeBase. Teilweise gibt es auch Hotfixes in verschiedenen Versionen. Ein guter Anlaufpunkt, um eventuellen Inkompatiblitäten oder Problemen entgegenzuwirken, ist die Seite von patch.info.de.


Nero Burning Rom... das war gar nicht 7.11.6.0, sondern 64 n.Chr.



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