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Smiley Inwieweit macht eine slipstreamed Setup CD überhaupt Sinn?
Hallo,



ich hatte mir kürzlich mal überlegt, dass es doch ganz praktisch wäre, wenn man eine CD hätte, die bei einer Neuinstallation so ziemlich alles selbst erledigt. Es ist einfach nur zäh, wenn man zum zigtausendsten mal die 0815 Eingaben macht, Hotfixes einspielt und irgendwelche persönliche Einstellungen vornimmt.



Ich beschäftigte mich also damit und auf den ersten Blick sah es so aus, als ob sich sehr viel automatisieren lassen würde. Also nagelte ich euphorisch meine erste slipstreamed CD zusammen, die XP incl. der wichtigsten Hotfixes vollautomatisch aufspielt und die Registry etwas verbiegt.

Bei den Hotfixes wählte ich für einen ersten Versuch die etwa 40 von MBSA vorgeschlagenen Updates aus uns spielte die mit der Mickeysoft Standardmethode ein (KBxxxxxx-....exe /integrate:X:\XPCD).

Soweit so gut, alles schien soweit zu funktionieren und ich konnte mit dieser CD auch wunderbar einen Rechner neu aufsetzen und alles schien okay. Auffällig war aber, dass die so erzeugte CD nun plötzlich viel grösser war als die ursprüngliche. Ich dachte eigentlich, dass hier im Wesentlichen nur Ersetzungen vorgenommen würden, aber ganz so scheint's ja nun doch nicht zu sein. Komisch war auch, dass sich der Windows Installer 3.1 (v2) partout nicht integrieren lassen wollte. Die Integration brachte zwar keine Fehlermeldung, er erschien aber hinterher nirgendwo. Kein Registry Eintrag, einfach gar nix.

Nun ist's aber so, dass MBSA ja nur die allerwichtigsten Fixes auflistet und es ja doch noch ein ganzes Päckchen Hotfixes mehr gibt, die teilweise auch von Microdoof verschwiegen werden.

Also neu an's Werk und alles integriert, was noch irgendwo auf der Platte rumlag, für SP2 geeignet war und den richtigen Installer mitbrachte.

Das konnte man aber komplett vergessen, die Ergebnis-CD war viel zu gross und irgendwie musste das auch anders gehen.

Also hab ich dieses "ultrageheime" Hotfix-Pack von Sereby besorgt, das immerhin schlappe 200 Hotfixes so verwurschtelt, dass das Ergebnis noch locker auf eine CD passt.

Interessanterweise war nun auch der Windows Installer 3.1 tatsächlich mit drauf. Die Freude währte aber nicht lange, denn der so installierte Rechner wurde bald darauf auffällig. Manche Sachen liessen sich gar nicht installieren und manchmal schmierte der Explorer scheinbar grundlos ab. Sereby erklärt das so, dass sein Update-Pack einfach zu toll sei und manche Programme nicht damit klar kommen.



Hmm, seltsame Erklärung. Dummerweise wird auch nirgends beschrieben, was das Ding eigentlich genau anstellt, um die Updates dermassen platzsparend unterzubringen.



Bislang hatte ich mich davor gedrückt die M$ Seiten aufzusuchen, weil die ja so wahnsinnig kurzweilig zu lesen sind. Aber da musste ich wohl durch und es hat sich gelohnt.

M$ ist natürlich übervorsichtig und (etwas überspitzt formuliert) ist jedes Aufspielen eines Hotfix ein Eingriff in das stabilste System überhaupt und M$ übernimmt dann keine Verantwortung mehr. Beim Lesen der Artikel kommen einem auch schwerste Zweifel, ob die Reihenfolge der eingespielten Patches nicht eben doch von Bedeutung ist und es längst nicht garantiert ist, dass wenn ein Patch in der Registry als gültig erscheint, dieser auch wirklich korrekt installiert ist.

Es scheint bei weitem nicht so zu sein, dass man bei Problemen einfach unbesorgt den Patch einspielt und damit hat sich's. M$ fordert vielmehr, dass man die Reihenfolge exakt protokolliert und eventuelle Unverträglichkeiten zu Fuss prüft. Nach der Lektüre der M$ Artikel kommt mir das Aufspielen von Patches (insbesonders slipstreamed) wie russisches Roulette vor. Auch wenn man MBSA mal ein wenig in seine Einzelteile zerlegt und guckt, wie es eigentlich arbeitet, dann kommt einem das so gar nicht ausgegoren vor.



Meine anfängliche Euphorie ist nun gänzlich weg und ich bin wieder soweit, dass ich diese slipstreamed Geschichte fast in die Tonne getreten hab und wieder so arbeite wie vorher. Also halt doch wieder nur die Original CD (mit SP), dann die Patches in chronologischer Folge und den anderen Krempel - Und dann halt warten, bis es irgendwann doch wieder mal knallt.



Nun meine Frage an euch. Wie seht ihr das? Ist so eine Slipstream-Geschichte nur ein schöner Traum, der aber in der Praxis nicht zuverlässig funktioniert? Lohnt es sich überhaupt, an sowas überhaupt noch einen Gedanken zu verschwenden?



Jetzt schon vielen Dank,



Uli



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