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Smiley "Sozialneiddebatte" ein weiteres Totschlagargument
Hallo eichi,

darf ich Dich daran erinneren, daß Du es warst, der mit dem Wort "Sozialneidebatte" die etwas harschen Worte von umwelt erst ausgelöst hat? Ein wirklich ernstes Problem unserer Gesellschaft, das der Verteilungsgerechtigkeit, wird mit diesem Wort als diskussionsunwürdig abgewürgt. Neid ist zum tabuisierten Gefühl geworden, statt ihm sein Recht als Hinweis auf Probleme der Verteilung einzuräumen. Zwar gibt es pathologische Formen des Neids, aber mir scheinen die pathologischen Formen der Gier (und ihrer Rechtfertigung) weitaus verbreiteter.



Ein weiteres Totschlagargument ist der Vergleich mit den früheren sogenannten sozialistischen Staaten oder man wird als Lafontaine-Freund denunziert. Oder als Gleichmacher. All das ist aber extrem unsachlich.



Du forderst sachliche Argumente:

Es hat ja ein reales Wirtschaftsexperiment stattgefunden: Die Spitzensteuersätze der Einkommenssteuer (um diese geht es in erster Linie bei der Gerechtigkeitsdebatte) sind (unter Schröder) drastisch gesenkt worden und zwar um 11% (nicht 10 wie ich zunächst schrieb). Arbeitsplatzmäßig hat dies nachweislich keine positiven Effekte gebracht. Man hätte mit diesem Geschenk an die Sehr-gut-Verdienenden aber auch den Grundsteuerfreibetrag auf 10911 Euro anheben können, was allen Menschen zugute gekommen wäre (und den weniger Verdienenden prozentual natürlich besonders). (Datenquelle: ZEIT, Nr. 12/2006)



Dieses Experiment (und seine möglichen Auswirkungen auf Arbeitsplätze) hat man nicht durchgeführt, obwohl es gute Gründe dafür gab, daß es so rum positive Effekte auf den Arbeitsmarkt (Erhöhung der Nachfrage) gegeben hätte.

Gibt Dir das nicht zu denken?

Lies doch mal mal den Artikel über Prof. Peter Bofinger in der neuesten ZEIT (Nr. 14, Seite 36)(der im Sachverständigenrat genau den Kampf gegen Unvernunft führt wie ihn hier umwelt und ich zu führen scheinen.)

Gruß von

Gentilloup





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