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Smiley Re: Mir fehlen ständig die Argumente...
Was die Grafik betrifft, so gibt es da verschiedene Aspekte. Da ist einerseits die 'normale' 2D-Grafik, mit der die Oberfläche des jeweiligen Betriebssystems dargestellt wird und mit der normale Programme laufen. Hier ist es so, dass man mit einer 32MB-Karte prinzipiell sehr gut ausgerüstet ist. Die dazugehörigen Grafikchips sind mittlerweile auch allesamt hinreichend gut, dass eine saubere Darstellung und ein schneller Aufbau des Bilds möglich ist.



Dass ein Mac besser für Grafik geeignet ist (oder sein soll), bezieht sich auch überwiegend auf Grafikbearbeitung innerhalb dieser 2D-Grenzen. Also mit Programmen wie Adobe Photoshop. Und es kann sein, dass die Berechnungen, die beim Einsatz von gewissen Filtern o.ä. nötig werden, auf einem Mac schneller erledigt werden können als auf einem PC. Bei solchen Berechnungen ist es auch rein die CPU, die rechnet.



Etwas anderes ist die 3D-Grafik, wie sie in modernen Spielen genutzt wird. Hier kann mehr Grafikspeicher hilfreich sein, um grössere und/oder mehr Texturen im Speicher zu halten. Dadurch wird die Qualität der 3D-Welten besser. Bei 3D-Spielen ist es so, dass CPU und Grafikchip zusammenpassen müssen, damit die bestmögliche Leistung herauskommt. Wenn z.B. die CPU die Rohdaten zwar extrem schnell liefert, der Grafikchip diese aber nicht hinreichend schnell verarbeiten kann, dann ruckelt es. Umgekehrt langweilt sich eine Top-Grafikkarte, wenn die CPU die Rohdaten nicht schnell genug liefern kann.



In diesem Bereich sind PCs wohl im Vorteil. Wobei das wohl zu einem grossen Teil daran liegt, dass dort schlicht mehr entwickelt wurde und wird.



Fazit: Da 3D-Spiele und Grafikbearbeitung Marke Photoshop zwei verschiedene Baustellen sind, lässt sich das nicht so direkt vergleichen. Daher kommt es auch darauf an, was Du mit dem Gerät so anstellen willst.



Aber vielleicht habe ich ja noch anderes 'Futter' liefern. Fangen wir beim Preis an. Es mag sein, dass es PC-Notebooks gibt, die günstiger sind. Andererseits kostet ein IBook je nach Modell ca. CHF 2000.--, was ungefähr 1300 Teuro sind. Das ist nicht so extrem teuer. Auf die andere Seite muss man den Preis eines I- oder Powerbooks mit dem eines Marken-Notebooks vergleichen. Und da bezahlt man auch beim PC noch ordentliche Preise.



Was auch gern unterschlagen wird: Wer kein Freak oder sonstwie PC-Fachmann ist, wird bei einer Windows-Maschine, egal ob Notebook oder Desktop/Tower, oft genug früher oder später Ärger haben und mehr oder weniger viel Geld für Support, Reparaturen o.ä. hinlegen müssen. Bei I- oder Powerbooks kann es selbstverständlich auch Probleme geben oder Defekte. Aber insgesamt hat man, dem Vernehmen nach, doch eher weniger Ärger und kann auch beim Support sparen. Einschalten und arbeiten, das ist Mac.



Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Welches System man verwenden möchte, muss jeder selber entscheiden. Aber ich empfehle jedem, sich einen Mac wenigstens mal näher anzuschauen, ihn ggf. auszuprobieren. Hier ein kleiner Bericht zu dem, was ich in den letzten paar Monaten erlebt habe:



Kurz vor Weihnachten brachte ein Arbeitskollege einen PowerMac 8500 mit und wollte ihn entsorgen. Ich schnappte mir das Teil und nahm es mit nach Hause. Das Gerät ist rund 9 Jahre alt, wurde aber mal mit einer G3-Karte aufgerüstet. Da er immer das Datum vergass, fand ich schnell heraus, dass die Pufferbatterie am Ende war. Neue Batterie besorgt, läuft wieder tadellos.



Es war MacOS 8.1 installiert. Und er hatte 128MB RAM. Also ein OS 9 und zusätzliche 256MB RAM organisiert. Es sind zwar spezielle RAM-Riegel, doch dank Internet findet man das durchaus und sogar noch zu zahlbaren Preisen. Da dieser PM über 3 PCI-Slots verfügt, nahm ich eine Voodoo 3 2000 PCI, die ich noch rumliegen hatte. Denn ich hatte beim Stöbern Informationen gefunden, dass man diese Karten umflashen und im Mac nutzen kann. Gesagt getan, jetzt hatte ich einen VGA-Ausgang und konnte den Mac an mein TFT anschliessen. OS 9 in 1280x1024...



BTW: Ein OS 9 zu installieren ist IMHO wesentlich unkomplizierter als Windows...



Dann habe ich einen IDE-Controller für PCI besorgt und zwei IDE-Platten angeschlossen. Und aus lauter Freude am pröbeln und so stöberte ich im Netz nach Möglichkeiten, ein OS X auf dieser Maschine zu installieren. Offiziell unterstützt Apple diese Rechner nicht mehr. Aber das ist mir egal. Ich fand schnell ein Tool namens 'XPostFacto', mit dem die Installation von OS X auf nicht unterstützten Geräten möglich ist. Mit der aktuellsten Version hat das dann geklappt. Und so habe ich jetzt OS 9.1 und OS X Panther parallel auf diesem Rechner.



Eine ähnliche Übung an einer Windows-Maschine wäre sehr wahrscheinlich erheblich komplizierter gewesen. Von wegen Registry, Bootrecords und ähnlichem...



Zudem finde ich, dass OS X optisch sehr schön gestaltet ist. IMHO erheblich besser als das Luna-Zeugs von Windows XP. Da hats schon auch nette Sachen, etwa die Icons sind nicht schlecht. Aber OS X ist einfach schöner. Hat mehr Stil.



Noch etwas, was IMHO durchaus für Mac spricht: Du brauchst Dir kaum Sorgen um Viren und ähnliches zu machen. Wenn Du wurmverseuchte Mails (Netsky und Konsorten) bekommst, können die Dir nix anhaben, da diese Würmer nur unter Windows lauffähig sind...



CU

Caleb, wohl demnächst für Internet/Mail/Office auf Mac migrieren werdend
CU
Caleb




Wie man Fragen richtig stellt


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