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Smiley Re: nochmal Sinnhaftigkeit eines Arbeitszeugnisses ?
Du musst unterscheiden, wqas für Codes verwendet werden.



Das eine sind die Standardformulierungen, die eigentlich nötig sind, weil sie erwartet werden ("[stets] zu unserer [vollen|vollsten] Zufriedenheit" gibt - vereinfacht gesprochen - die Gesamtnote an; "sein geselliges Wesen erfrischte immer" zeigt an, dass er nur in der Teeküche und im Sekretariat zu Hause war etc.)



Diese Art von Code ist erlaubt, ja sinnvoll (weil die nackte Wahrheit nicht gesagt werden darf, da das Zeugnis wohlwollend zu formulieren ist; weil aber andererseits der Empfänger des Zeugnisses, also spätere Arbeitgeber, das Recht hat zu wissen, worauf er sich einlässt).



Hier schadet es auch nichts, wenn das Opfer das Zeugnis verstehen kann; im Gegenteil, dieses Verständnis kann helfen, ein gerechtes Zeugnis zu finden.



Tja, und wenn der Mitarbeiter ein besseres Zeugnis haben will? Ich habe einmal gelesen, dass bei einer Note 2 ("stets zu unserer vollen Zufriedenheit") der Mitarbeiter beweisen muss, dass er besser war; ab Note 3 abwärts ("Zu unserer vollen Zufriedenheit" oder "stets zu unserer Zufriedenheit") muss der Arbeitgeber beweisen, dass die Note angemessen ist.



Die zweite Art von Code (Richtung der Anführungszeichen etc.), die auf irgendwelche politische, sexuelle und andere Orientierungen schließen lassen sollen, sind sicherlich viel weniger verbreitet - ich könnte mir vorstellen, dass auch viele Personaler sie nicht verstehen oder gar anwenden.



Gruß Bombadil

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