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Smiley Re: danke für die kritische und deshalb wertvolle Antwort!
Hallo,



prinzipiell ist deine Idee, in Aktien zu investieren sehr gut - man muß sich nur die langfristigen durchschnittlichen Renditen in der Vergangenheit anschauen. Ich will dir das auch auf keinen Fall ausreden oder es schlecht machen und dir einreden, daß du erstmal viele Jahre an Erfahrung brauchst, um dich da ranzuwagen - ganz im Gegenteil. Nur solltest du eben wirklich unbedingt darauf achten, wem du dein Geld gibst. Es kann schnell weg sein bzw. zumindest dezimiert werden. Und 50% Verlust benötigen im Anschluß +100%, um nur mal wieder den gleichen Stand zu erreichen.

Das Problem bei bspw. Banken ist, daß sie ihre eigenen Produkte an den Mann bzw. die Frau bringen wollen. Diese sind (bei weitem) nicht immer auch gleichzeitig die besten der jeweiligen Kategorie, aber "Berater" kommen sicher nicht auf die Idee dir ein besseres Produkt einer anderen Gesellschaft nahezulegen - daran würden sie ja keine Provision kassieren.



Ich will dir hier auch nichts in Richtung einzelne Aktien raten, weil ich grundsätzlich nur selbst das umsetze, was ich mir ausbaldowere. Im schlimmmsten Fall kann ich selbst immer die Reißleine ziehen, weil ich das Geschehen jeden Tag verfolge und da dann auch mal etwas mehr riskieren kann. Das bedeutet natürlich nicht, daß es immer optimal läuft. Wer nicht jeden Tag hinschaut bzw. hinschauen will, der ist meist mit einem recht großen Depot-Anteil an Fonds besser bedient.

Du kannst dir z.B. auf jeden Fall mal den "Templeton Growth"-Fonds anschauen - seit den 1950ern im Schnitt 10% Rendite p.a. (was natürlich etwas davon abhängt, ob du bspw. 2000 oder 2003 eingestiegen bist), aber auf lange Sicht kommt das hin. Wichtig ist dabei die relative starke Konstanz der Performance. Außerdem sind nicht uninteressante Geschichten wie Osteuropa-Fonds und evtl. auch ein (etwas volatilerer) Rohstoff-Fonds in Betracht zu ziehen. Im Zweifel kannst du auch erstmal nur die Hälfte der vorgesehenen Mittel investieren. Nichts überstürzen. Wenn du z.B. drei Fonds ausgewählt hast, dann ist das risikotechnisch schon mal nicht schlecht abgesichert, wenn man bedenkt, daß jeder wiederum in eine ganze Reihe von Einzelaktien investiert. Einen Zeithorizont von 10 Jahren würde ich grob einplanen - da sind dann auch eventuelle Dellen wieder ausgebügelt.

Die Hausse läuft schon eine ganze Weile, aber es ist zurzeit keinesfalls großflächig so wie vor 6 Jahren. Dies und jenes ist sicherlich zu teuer, aber man halte sich z.B. vor Augen, daß die DAX-Unternehmen in 2006 mehr verdienen als vor 6 Jahren, der DAX30 aber bei knapp 6000 steht, im Gegensatz zu den 8000 von damals. Außerdem kannst du natürlich bestimmte Branchen meiden.



Frag im Zweifel einfach nochmal nach. Selber was außerhalb der Sparbuchzone anzulegen ist auf jeden Fall geboten.



Grüße,

tom.com
tempora mutantur et nos mutamur in illis

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