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Smiley Re: Ladegerät als Netzteil für Taschenrechner ?
Diese alten Taschenrechner haben LEDs, die bei Überspannung (und folglich heftigen Überstrom) Defekt gehen, sie verlieren Leuchtkraft. Betreibe den Rechner deshalb an einem stabilisiertem exakt passenden Netzteil. Bei Ladegeräten kannst Du nicht mal sicher sein, ob der Brummanteil weggesiebt wird, Spannungsstabilisierung steht auch in den Sternen.



Die Netzteile gehen defekt, wenn man sie

1) mit Volllast betreibt. Einem billigen 300 mA Steckernetzteil sollen dauerhaft höchstens 200 mA entnommen werden, das gilt entsprechend für kleinere Netzteile. Steckernetzteile die neben 12 Volt noch geringere Spannungen anbieten machen das über einen Transistor als Vorwiderstand. Sie werden sehr heiß und erlauben bei niedrigen Spannungen nur einen Teil des Nennstroms.

2) Viele billige Netzteile benutzen Elkos, die nur für 16 Volt ausgelegt sind. Wenn das 12-Volt-Netzteile (mit Spannungsumschaltung) sind, dann kommt die Leerlaufspannung am Ladeelko locker auf über 20 Volt!. Das machen die Elkos nicht lange mit, man darf ohne Last die Netzteile nicht in die Steckdose stecken! Außerdem werden leider nur 85°C-Elkos verwendet. Die haben dann vielleicht eine Lebendauer von 1000 Std. bei dieser Temperatur und bei jeweils 10° weniger verdoppelt sich die Lebensdauer. Wenn Du ein wenig rechnest, es kann trotzdem eng werden. Ich habe mal in so ein Netzteil (9 Volt, 300mA für ein Kofferradio, stabilisiert) einfach einen Elko mit geringerer Kapazität, aber für 25 Volt und 110°C-Type eingebaut, seitdem sind die regelmäßigen Defekte vorbei. Durch den kleineren Ladeelko wird es auch nicht mehr so heiß (Stoßladung des Ladeelkos gemildert).



Ein Taschenrechner zieht recht gleichmäßig Strom. Vermutlich wird bei einem ungeregelten 300 mA Steckernetzteil mit 4,5 Volt eingestellt (ungeregelte Netzteil haben eine echte Umschaltung der Sekundärspannung) die Spannung hinlagen oder vielleicht schon in der 3-Volt Einstellung. Helligkeit der LEDs beobachten, die dürfen nicht heller werden als bei Akkubetrieb. Weil das Netzteil im Strom erheblich überdimmensioniert ist, werden die 50 Hz- bzw. 100 Hz-Spannungsschwankungen auch keine Rolle spielen.

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