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Smiley Re: Heizungserneuerung grundlegende Frage
auch wenn die diskussion bereits gelaufen ist:



wir stehen zur zeit ebenfalls vor großen energetischen sanierungen unserer hütte.



ich habe vor einigen wochen einige angebote eingeholt und alle maßnahmen in ALLEN mir erdenklichen varianten als szenarien nebeneinander gelegt und durchgerechnet. wesentliche annahme dabei war eine jährlich steigerung der energiekosten um ca. 10%. ich habe die Summe aller Kosten (invest und energie nach 20 Jahren) aufsaldiert und auf die durchschn. monatlichen Kosten über 20 Jahre runtergebrochen.



festgestellt habe ich, dass es relativ egal ist, ob ich alles beim alten lasse!

die günstigste variante war steigende energiekosten in kauf zu nehmen,

die teuerste variante war eine totalsanierung mit aussenisolierung, fenster, türen, neue heizung, solar, ... auch wenn ich dabei energie spare



der von den verkäufern so hoch gelobte dachs lag im mittelfeld und fiel aus den überlegungen raus, weil die einspeisevergütung für strom zu unsicher ist. insgesamt, wenn ich mich recht erinnere lagen alle szenarien ca. bei 240€/Monat sehr nah beieinander. Ich glaube die Schwankung lag bei ca. 20€ nach oben und unten.

Kapitalkosten (kredite) hatte ich nicht berücksichtigt.



Im Anschluß habe ich mir eine BAFA zugelassene Energiebratung gegönnt. diese hat sich echt gelohnt. ich weiß jetzt, dass ich z.B. mit einer 8cm Aussenisolierung im wirtschaftlich sinnvollen bereich liege und keine 12 oder 14 cm brauche um die EEnV zu erfüllen. ich weiß von der beraterin jetzt auch dass sich eine pelletanlage schon nach ca. 4 Jahren amortisieren kann. Die Armortisierung der Solaranlage liegt oberhalb der 10 Jahres-Grenze. Die Abfolge der Sanierungstätigkeiten ist jetzt eindeutig geklärt und bzgl Kosten/Nutzen-Verhältnis bewertet.



Meine persönliche Wichtung der Maßnahmen:

1. Neue Fenster-/Türen

2. Dachisolierung

3. Isolierung der Kellerdecke

4. Fassade

5. Neue Heizungsanlage (HolzVergaserkessel, GasBrennwert oder doch Pellets???)

6. ggf. Solarthermie



Wichtig bezüglich Solarthermie ist meiner Ansicht nach die richtige Dimension zu treffen.

Ist die Anlage zu groß habe ich viel investiert und im Sommer eine extremen Wärmeüberhang. (Was macht man eigentlich damit??? - ich will die Kollektoren ja nicht kühlen müssen).

Ist die Anlage zu klein, reicht die sie vielleicht nicht für den Bedarf der Übergangsmonate im Frühling und Herbst.

Optimal denke ich wäre eine Anlage, die die Heizperiode um 2-3 Monate im Jahr verkürzt und bei einem sonnigen Wintertag noch ein wenig unterstützt.



Für meinen 5-Personenhaushalt im EFH hatte mir ein Heizungsbauer für 9.500€ eine fix und fertig montierte Gasbrennwertanlage mit unterstützender Solaranlage (ca. 5qm) angeboten. Ich denke das war ein reelles Angebot.

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