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Smiley Re: CPU: Bustakt, FSB, Multiplikator usw. Wer erklärt mir das mal?
Also - zu allererst kaufst du mal besser keinen Toledo, das is nämlich ein DualCore-Prozessor, dessen zweiter Kern nicht funktioniert udn der deshalb als SingleCore 3700+ gelabelt wurde - die vielen nicht genutzten Schaltkreise bringen in der Tat thermische Nachteile, kauf die lieber einen San Diego mit E6 Stepping.



So, nun zu deiner eigentlichen Frage:



Bis zum Athlon64 war das so: Auf dem Mainboard befindet sich ein Quarz-Kristall. dieser schwingt mit einer bestimmten Frequenz, die als Systemtakt unerlässlich ist. Daraus bestimmt sich über einen Multiplikator die Taktfreuqenz eines so genannten Front Side Busses (FSB). Dieser Bus schaufelt Daten zwischen CPU und Northbrdige hin und her - die Northbrdige verteilt die Daten dann zum Speicher oder zur AGP-Grafikkarte. Der Front Side Bus bestimmt also die Geschwindigkeit des Systems.



Die CPU berechnet ihre Taktfrequenz selbstständig auf der Frequenz des FSBs, wiederrum mit einem Multiplikator.



Nun kann man, wenn man weiß, wie eine CPU arbeitet, leicht erkennen, das der FSB der Flaschenhas im System ist. Denn - eine CPU schaufelt die Daten fast immer in den Speicher. Egal wie schnell eine CPU rechnet, wenn der FSB zu langsam ist kommen die Daten nicht schnell genug zur Northbridge. Um das Problem zu lösen, gibts seit dem K7 die DDR-TEchnologie bzw seit dem Pentium 4 die Quad-Pumped Architektur (so hat ein Pentium 4 nur einen FSB von 200 MHz, der aber so effektiv arbeitet wie ein FSB von 800 MHz, daher wird der auch als FSB800 bezeichnet).



Damit nicht genug - Die Daten gehen von der Northbridge ja weiter zum Speicher. Noch so ein Flaschenhals. Da hat man sich auch einiges einfallen lassen, DDR-Technik wird ja bekanntlich auch beim Speicher genutzt.

Es gibt da auch noch das so genannte DualChannel - dabei werden 2 Speichermodule gleichzeitig angesprochen, entweder über 2 Speichercontroller (zB nVidia nForce2 U4010 für AMD Athlon XP) oder über einen Speichercontroller (zB Intel i865PE) - das verdoppelt natürlich die Speicherbandbreite und man kann doppelt so viele Daten auf den Speicher schaufeln.



Nunja, schön. Nur - die Systeme werden leistungsfähiger und auch solchen Lösungen geht irgendwann die Luft aus.



Der Athlon64 entledigt sich daher einigen Engpässen. Einen FSB gibts es nicht mehr - zumindest nicht mehr im eigentlichen Sinne. Der Northbridge-Takt bei nem 3700+ gibt allerdings weiterhin die Taktfrequenz der CPU vor - 200 MHz Northbrdigetakt * Multiplikator, der in dem Fall 11 ist - 200 MHz * 11 = 2200 MHz.



Zwischen Nothbridge und CPU besteht auch ein Bus - dieser arbeitet mit VIAs HyperTransport Technologie. Da sind wieder so ein paar Tricks und Kniffe drin, die die Bandbreite steigern, genaueres führt jetzt zu weit.



Jetzt das Highlight - Der Flaschenhals zum Speicher wurde komplett entschräft. Die Daten zum Speicher gehen nicht mehr den Umweg über die Northbridge, denn der Speicherctronller sitzt direkt auf der CPU - daher gehen die Daten direkt zum Speicher und der Speichertakt gibt die Bandbreite vor, mit der das geschieht. Ergo - Umso schneller dein Speicher, umso besser natürlich. Damit skaliert der Athlon64 wesentlich besser als zB eine Intel-Plattform mit klassischem FSB, wenn schnellerer Speicher verbaut wird. Übrigens - Der Athlon64 für Sockel939 bedient sich trotzdem noch der DualChannel-Technologie, diesmal aber mit einem Speichercontroller. Das macht die Geschichte natürlich noch besser. Das ist auch der Grund für diese ominösen 2x200 MHz.



So das heißt für dich - kauf dir 2 gleiche DDR400 (200 MHz) Module. Empfehlenswert, da schnell, zuverlässig und preisgünstig ist MDT-Speicher.



P.S: Huch, mir ist offenbar langweilig, warum schreibe ich hier sonst nen halben Roman.... Naja....

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