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Smiley Hm
Teilweise gebe ich Dir Recht, dass das ideal wäre. Aber man kann nicht jeden Unterricht interessant gestalten, es gibt auch langweilige/anstrengende Fächer.



Dass den Stoff jeder vermitteln könnte - ich bitte Dich - wie sollte das gehen? Mag sein, dass der eine oder andere Nicht-Lehrer in der Grundschule erfolgreich sein könnte. In der ersten und zweiten Klasse vielleicht, dann hört es auf.



Das Problem, welches ich sehe ist, dass die Lehrer kaum eine Handhabe gegen aufmüpfige Kinder haben.



Vor die Tür schicken - was wenn die abhauen und die unter ein Auto kommen

Schläge - gibts nicht mehr (gut so, wobei so in Extremfällen ...)

Verweise - sehr schwierig durchzusetzen



Die Schüler tanzen den Lehrern auf der Nase rum, und die können sich nicht wehren, weil dann gleich irgendein Vater/Mutter auf der Matte steht und sich beschwert, dass sein "armes Kind" vom bösen Lehrer willkürlich malträtiert wird, obwohl das Kind zu Hause immer sooooooooooo lieb ist und niemals laut oder gar frech ist. Allerdings sind das auch die Eltern, die man auf Elternabenden oder sonstigen Veranstaltungen niemals zu Gesicht bekommt, so dass man mal von Vater zu Vater sprechen könnte.



Als Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich hatte in der zwölften einen Lehrer (supernett), bei dessen Klassenarbeiten konnte man - wenn es nicht zu auffällig war - Daten mit Nachbarn austauschen, Spickzettel benutzen - kein Problem, er hat es sogar "offiziell" angedeutet, dass man es eben unauffällig machen sollte. Die Noten waren hervorragend. Wir hatten uns immer gefragt, wie das sein kann, da er so doof eigentlich nicht wirkte. Irgendwann hat er es mal erzählt warum er so handelt. Dieser Lehrer hatte wohl einen Schüler beim spicken erwischt. Hat ihm zuerst den Spickzettel abgenommen, dann noch einen und dann hat er ihn - als der beim Nachbarn abschreiben wollte - die Arbeit abgenommen und eine 6 verpasst. So gehört es sich. Naja, der Schüler tauchte dann später mit Vater und einem Anwalt beim Schuldirektor auf. Folge: Der Schüler durfte die Arbeit nachschreiben.



Danach wäre es mir auch völlig wurscht gewesen.



Wenn mein Filius wegen so einer Aktion zu mir käme und Hilfe erwartet, würde er sie bekommen. Aber nicht in Form eines Anwalts - ich würde ihn motivieren zu lernen. Hab ich auch schon gemacht. Man kann mal eine Arbeit versemmeln, aber "hab vergessen zu lernen" ist kein Grund. Dann schreibe ich den Test nach - umfangreicher, anspruchsvoller, folgenreicher und da ist nix mit spicken. Beim ersten Mal schaut man ungläubig, dass man für ein erledigtes Thema nochmal lernen muss, aber wenn es dann heisst, dass ein schlechtes Ergebnis z.B. einen Monat Strasse kehren bedeutet, dann setzt man sich doch auf den Hosenboden. Hilft zwar in der Schule nicht mehr, aber bei der nächsten Arbeit ist das noch im Gedächtnis.

Die EDV hilft uns bei Problemen, die wir ohne sie nicht hätten - gilt aber auch für Frauen, Autos ...! Möchte auf nix davon verzichten ;-) Grüße Marcel



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