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Smiley Re: Wie wird ein Keilrahmenbild gerahmt?
Ja, das ist der Standard. Die Leinwand auf Keilrahmen werden zwar inzwischen auch bei Postenbörsen vertreiben, stammen aber eigentlich aus dem Künstlerbedarf.



Ist ein Bild fertig, sollte man es nicht wieder vom Keilrahmen abmachen, obwohl wir natürlich aus Filme über Kunsträuber immer wieder sehen, dass auch ein großer Meister mal ganz locker mit dem Skalpell aus dem Rahmen geschnitten wird. Das anschließende Aufspannen auf einen neuen Rahmen ist relativ schwierig und bedeutet immer auch den Verlust eines gewissen Randbereichs! Von einer direkten Beschädigung der Bildoberfläche einmal abgesehen, sind zudem durch die nicht mehr originale Spannung (also Quer-, Längs- oder Diagonalzug) der Leinwand Risse in der Farbschicht mittelfristig zu erwarten. Trotzdem kannst Du das natürlich bei einem Bild mal probieren - ich selbst halte nichts davon. Es ist eben eine wuchtige Angelegenheit, die man durch Farbe und Form des neuen Bilderrahmens zwar auffangen, aber nicht abstellen kann.



Einzige Alternative für Deine nächsten Werke ist der komplette Eigenbau. Ob das gelingt, ist aber von Deinem handwerklichen Geschick und dem verwendeten Material abhängig:



1) Einfacher Holzrahmen, am besten ungehobeltes, relativ rauhes Holz. Die Leisten sollten zwar gerade sein, aber man ist nicht zwingend an rechtwinklige Verbindungen gebunden (also ein 5-Eck ist kein Problem). Die Verbindungen stumpf verleimen sollte eigentlich genügen, ab und an sind rückseitige Sperrholzlaschen als Verstärung gut geeignet.

Um ausreichende Festigkeit zu erzielen, sind Querschnitte ab 10mm x 25mm empfehlenswert, je nach Gesamtgröße natürlich auch stärker, um ein Verdrehen zu verhindern (da kommt Spannung drauf!!!!).

2) Nach dem Aushärten des Leims mit Nesselstoff beziehen. Dazu den Stoff zunächst um die längste Rahmenseite klappen und rückseitig ausreichend antackern. Nach und nach mit gleichmäßigem Zug kompletten Rahmen bespannen.

3) Beim Malen mit Acryl-Farben eignet sich als Beschichtung einfache Wandfarbe / Dispersionsfarbe. Ob das mit Ölfarbe immer noch taugt, kommt auf den Versuch an. Die Beschichtung / Grundierung bringt eine Festigkeit in den Nesselstoff, wie man sie von Leinwand kennt und sorgt für eine gleichmäßige Aufnahme- und Saugfähigkeit der "Leinwand". Nach dem Trocken sollte es eigentlich losgehen können.



Vorteil dieser Technik ist einerseits der extrem günstige Preis, die freie Formgestaltung und natürlich die Rahmendicke.



Nachteilig könnte sich auswirken, dass die verwendeten Farben mit der Grundierung schon mittelfristig reagieren und Tonwerte, Leuchtkraft etc. verlieren. Wie gesagt, bei Acryl-Farben gibt es eigentlich keine Probleme!



FROHE OSTERN!





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