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Smiley Re: Schul- / Verhaltensproblem Erstklässler
Hallöchen Thom,





Bevor ein Kind Probleme macht, hat es welche.



Ich weiß wovon du redest. Ich weiß es deswegen, weil eine Freundin solch ein Problem mit ihrem Sohn hat.



Zum einen weiß ich, was für ein Umfeld der Junge hat und warum er sich so verhält wie er sich verhält, aber die Mutter hat kein Einsehen und meint das Kind sei allein dran schuld. Aber die Verhaltensweisen die der Junge hat, sind genau die, die dort im Haus auftreten. Und die Vorbilder sind die Eltern, die Kinder ahmen das nach.



Der Junge hat nur noch Regeln. Regeln. Regeln. Und wird auch konsequent bestraft. Aber daran liegt es doch gar nicht.



Die Mutter vom og. Jungen hat nie Lust, ist immer müde, ständig auf der Suche nach Gegenständen, die sie nicht finden kann, weil sie nicht aufräumt. Wenn man ihr was sagt, daß sie nicht tun möchte knallt sie Türen und brüllt rum. Schuld wird immer dem Partner zugeschoben. Nichts anderes tut der Kleine in der Schule. So hat er es gelernt. Er hat aber damit die Arschkarte gezogen. Zuhause macht er das nicht, wahrscheinlich weil er keine Lust auf Konsequenzen hat (Fernsehverbot, heulende Mutter, Spielzeug weggnehmen).



Auch diese Familie hat ihren festen Tagesablauf.



Es sind Kleinigkeiten, die euch als Eltern nicht auffallen.

Und ihr geht wahrscheinlich davon aus, das alles richtig ist. Normal vielleicht.

Frage mal Freunde ob sie nicht mal den Mut haben euch zu sagen, wie es bei euch zu Hause zugeht. Vielleicht sehen die das anders als ihr. Ihr müßt aber, anders als die Mutter, wirklich auf das Gesagte eingehen und reflektieren und dran arbeiten. Da können auch sehr gut die eigenen Eltern gute Ratschläge geben.



Jetzt zum Verhalten in der Schule. Wieder mein Junge. Er soll Aufgaben machen. Aber er ist ja ach so müde, hat keine Lust (da schimmert die Mutter durch). Dann wird die Lehrerin etwas energischer. Dann fängt bei dem Jungen das Geschrei und Geschimpfe an.

Warum aber hier und nicht zuHause? Die Lehrerin war hier inkosequent. Hat ihm das am Anfang durchgehen lassen. Wir haben ihr damals gesagt, dem Jungen darf man nicht den kleinen Finger reichen. Sie hat uns nicht geglaubt. Sie war inkonsequent und jetzt hatte sie den Salat. Aber das gute daran, die Schule hat ihn nicht abgewiesen.

Jetzt hat er eine neue Lehrerin, die wohl eine pädagogische Fortbildung mehr hat. Er verhält sich nicht ideal, aber er tickt nicht mehr aus und stört nicht mehr.

Aber zuHause, das Verhalten der Mutter, ja das ändert sich immer noch nicht. Leider.





Was kann passieren mit eurem Jungen?

Zunächst gibt es eine Klassenkonferenz. Da wird über Konzepte geredet. Schablonen für unsere individuellen Kinder und so.

Das kann auch dazu führen, das Kind in eine andere Klasse zu stecken. (Vielleicht mag euer Junge einfach nur die "blöde Ziege" nicht?)

Dann gibts noch die Schulkonferenz (der Junge oben war mit ein Grund warum ich in unsere Schule da drin sitze, damit ich mithelfen kann). Diese kann beschließen, daß das Kind die Schule wechselt.

Bei uns in Stuttgart gibt es eine Schule für "verhaltensoriginelle" Kinder. Das ist eigentlich ein gnadenloser Abstieg.



Bitte nicht falsch verstehen. Ich stelle nicht in Abrede, daß ihr um eine liebevolle und fördernde Erziehung bemüht sein und vor allem glaube ich auch, daß ihr euren Krümel liebt, sonst würdet ihr euch auch nicht solche Gedanken machen.

Das eigene Verhalten zu reflektieren ist nur ein Vorschlag. Aber gleichzeitig sollte die Lehrerin an ihrem Verhalten arbeiten.



Denn ich habe sehr stark die Befürchtung eurem Sohn wird die Rolle des Sündenbocks auferlegt (Blatt vom Baum). Und da wird er so schnell nicht wieder raus kommen.



Ich drücke euch die Daumen. Das Problem wird nicht von heute auf morgen behoben sein können.



tschüssi nüssi


















Das 3. Prinzip des vernunftbegabten Lebens ist die Fähigkeit zur völligen Selbstaufgabe. Für eine Sache, einen Freund, ein geliebtes Wesen.
- Delenn -



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