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Smiley Provokativ
Ich sag mal ganz provokativ, dass das Deine/eure Verantwortung ist.



Kinder (vor allem so kleine/mit so wenig anderen Kontakten) sind das Ergebnis der Erziehung der Eltern. Hyperaktivität und Co. mag beim einen schneller zum Vorschein kommen als beim anderen, aber das ist nichts, was mit "Krankheit" zu tun hat, wie es gerne dargestellt wird. Ich glaube nicht, dass Kinder hyperaktiv geboren werden. Es mag einen kleinen Prozentsatz geben, wo das so ist, aber 99% wurden so erzogen.



Nochmal provokativ: Die Schule hat Recht.



Warum soll die Schule sich mit unerzogenen Kindern rumreissen, Ressourcen für diese Kinder binden und somit das Niveau an der Schule nach unten reissen?



Ich wäre hier deutlich radikaler. Ein Schüler, der ständig stänkert, müsste in eine entsprechende Institution - von mir aus ein Heim/Internat, wo ihn qualifizierte Leute erziehen.



Die Schule, in die unsere beiden gehen, ist da schon recht gut. Trotzdem gibts immer wieder Mitschüler, die den Unterricht stören. Aber wie gesagt: Da folgen recht fix Konsequenzen (erstmal Elterngespräche bis hin zum Verweis).



Tut mir leid, falls ich Dir ungerechtfertigter Weise auf die Zehen trete, aber das Wort "Behördenwillkür" hat Dich - für mich - in eine Schublade gesteckt, aus der Du so schnell nicht raus kommst.



Meiner Erfahrung nach sind Lehrer selten ohne Grund auf Konfrontation aus. Ein oder zwei Lehrer - vielleicht, aber Du redest nicht vom Klassenlehrer oder Mathelehrer, sondern von "der Schule". Sorry, das nehme ich Dir nicht ab, dass Dein armes Kind von den willkürlich herrschenden, bösen Lehrern drangsaliert wird. Zumal das auch schon im Kindergarten war.



So und jetzt noch was Konstruktives:



Die Antwort ist so leicht zu geben, wie schwierig durchzuführen: KONSEQUENZ!



Was hast DU denn gemacht, als Dein Filius die Erzieherin im Kindergarten getreten oder bespuckt hat? Welche Folge hatte es WIRKLICH. Damit meine ich "eine Woche TV-Verbot" aussprechen und keiner überwacht es und der Knirps guckt trotzdem TV, ist keine Konsequenz.



Wir haben zu Hause einen geregelten Ablauf der schon morgens anfängt mit Zähneputzen und anziehen, danach kurze Spielzeit bis zum Frühstück. Dann bis Mittag Schule, Mittagessen, Hausaufgaben, kurze Mittagsruhe (lesen, spielen; auch mit seinem 5 jährigen Bruder zusammen, dann nachmittags zu Freunden zum Spielen, Freunde kommen zum spielen, Sport, Ausflüge etc. Abendessen dann gegen 18:00, kurze Fernsehzeit je nachdem meist bis 19:00, dann Bett fertig machen, Geschichte vorlesen / Gute Nacht Spiel und abschliessendem Kuscheln. So endet dann bei uns der Tag immer um die 20:00.



Warum sollte er zu Hause problematisch sein? Er kann doch so ziemlich machen was er will bzw. er wird mit angenehmen Dingen beschäftigt (wobei mir nicht ganz schlüssig ist, warum ihr VOR dem Frühstück die Zähne putzt, aber das gehört hier nicht her). Der einzige Punkt, der mir an eurem Tagesablauf interessant erscheint: Hausaufgaben! Hm, macht er sie (selbst)? Gibts Belohnung für die Erledigung der Hausaufgaben?



Wer entscheidet denn was gemacht wird. Wenn z.B. keine Freunde kommen, macht ihr dann den Maitre de Plaisir in dem ihr Ausflüge macht? In unserem Bekanntenkreis gibts jede Menge Prinzen und Prinzessinnen, die sind die liebsten Kinder, so lange alles nach ihrem Gusto läuft. Wenn nicht, gute Nacht. Und in der Schule läufts nunmal nicht nach dem Gusto der Kleinen. Darauf würde z.B. auch der Terz hinweisen, wenn ihr telefoniert - er ist nicht der Mittelpunkt, also wird Krawall gemacht.



Sowas ist nicht zu dulden. Hiergegen müsstet ihr einschreiten und zwar so, dass es ihm richtig weh tut - TV-Verbot ausprechen und durchsetzen, Hausarrest, Yugi Oh-Karten verbrennen ... sowas eben. Schlagen hilft nicht. Noch was ist wichtig: Verhältnismäßigkeit. Nicht wegen einer Lappalie die grossen Geschütze auffahren, sonst hat man bei den schweren Fehlgriffen keine Munition mehr. Strafen nutzen sich nämlich ab, daher sollten sie mit Bedacht eingesetzt werden.



Z.B. könntet ihr - wenn ihr das nächste Mal angerufen/besucht werdet und er sein Spielchen anfängt - ihn einfach in sein Zimmer schicken und ihm sagen, dass er dort gerne Krach machen, rumblödeln oder Musik hören kann (vorher sollten allgemeine Regeln aufgestellt werden, die "Krach" und Musiklautstärke regeln, damit Nachbarn nicht gestört werden). Das ist dann keine Strafe, aber seine Aktionen verpuffen - er wird was anderes versuchen. Wichtig ist auch, dass Eltern möglichst immer über den Dingen stehen. Heisst nicht, dass ihnen alles egal ist, oder sie sich nie entschuldigen müssen, sondern dass Eltern sich nicht von Kindern provozieren lassen. Klar, man ist nicht aus Holz und manchmal platzt einem der Kragen und dabei kann einem auch mal die Hand ausrutschen, aber dann hat man eine Niederlage zu verzeichnen.



Wird ein hartes Stück Arbeit, aber bei einem 7jährigen ist noch alles drin - in fünf bis zehn Jahren ists vorbei. Eltern, andere Erwachsene und vor allem Lehrer sind Respektspersonen. Man kann mit ihnen spielen, Blödsinn machen und auch kuscheln, aber es gibt keine Diskussionen, wenn eine Respektsperson STOP sagt. Wichtig ist nur, dass das STOP immer an der gleichen Stelle kommt und die Konsequenzen somit bekannt sind. Es geht nicht, dass heute etwas erlaubt ist, wofür man morgen bestraft wird und übermorgen darf man noch mehr.



Mein Tipp daher: Die Lehrer mit ins Boot holen und nicht als Gegner ansehen - ein offenes Gespräch hilft dabei sehr. Wenn der Knirps merkt, dass er die Erwachsenen untereinander nicht gegeneinander ausspielen kann, ist schon viel gewonnen. Wenn er aber Dich als Verbündeten gegen die Lehrer bekommt - wo soll es hingehen? Er wird Lehrer niemals ernst nehmen.

Die EDV hilft uns bei Problemen, die wir ohne sie nicht hätten - gilt aber auch für Frauen, Autos ...! Möchte auf nix davon verzichten ;-) Grüße Marcel



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