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Smiley Re: Generationenvertrag
Weils grad aktuell ist: Die Katze beißt sich in den eigenen Schwanz. Um zu verstehen, warum das System nicht mehr funktioniert, muss man ganz an den Anfang gehen. Dort, wo der Konsument billige Ware aus dem Ausland konsumiert (und da spielt es jetzt keine Rolle, ob der Hersteller ein Deutscher ist oder nicht, wichtig ist, wo es hergestellt wird!), da ist auch nichts zu holen. Die ständige gier nach dem "billigsten" treibt die Firmen ins Ausland. Dort kann man billiger produzieren, um Wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich dazu werden die Gewinne künstlich gering gehalten, indem beispielsweise Immobilien gekauft und/oder gebaut werden. Es entstehen Glaspaläste, die in den Bilanzen nicht als Gewinn aufscheinen. Dann passiert folgendes: Ein haufen Manager nistet sich ein und die beginnen, sich gegenseitig auszustechen. Wenn die Firma Pech hat (so wie unsere), dann sitzen ein oder zwei Nudeln dabei, wo man nachher sagen kann: Außer Spesen nichts gewesen. Dickes Firmenauto, neuer Laptop, Spesenabrechnungen. Aber das muss auch finanziert werden und die Zeiten werden bekanntlich nicht besser. Aber das schreibt man ja eh von der Steuer ab. Nur, um was von der Steuer absetzen zu können, muss ich erst mal was verienen ;) Also kürzt man ein paar Jobs.



Die Leute, die übrig bleiben, übernehmen kurzerhand die Arbeit und fangen an, Überstunden zu schieben (wenn sie das nicht eh schon gemacht haben). Aus Angst, den Job zu verlieren, nehmen sie es auch in Kauf, wenn einige dieser Stunden nicht bezahlt werden. Was passiert? Die Moral der Mitarbeiter sinkt und dadurch die Qualität der Arbeit, was sich wiederum auf das Produkt niederschlägt. Auf der anderen Seite werden neue Mitarbeiter eingestellt, die alles besser machen sollen. Die stellen dann neue Regeln auf und pfeiffen auf alte Werte. Nun gibt es ein Produkt, welches verschlechtbessert wurde, nur, um diesen Job zu rechtfertigen! Auf der Arbeiterseite wächst der Druck, denn wenn die Umsätze sinken, sind immer die Mitarbeiter schuld. Es folgen überlegungen, wie man den Betrieb noch erfolgreicher machen kann und kommt zu dem Schluß, das es im Ausland billiger ist. Also streicht man kurzerhand mal wieder Jobs und baut seine Firma wo anders auf. Klarerweise wird das Produkt dadurch nicht wirklich billger, nur der Gewinn wird aufgestockt. Gott sei Dank, jetzt ist man wieder in der Gewinnzone.



Aber: Die Arbeitslosen, die sich jetzt keinen neuen Fernseher leisten können, geben das Geld eben dort aus, wo es billiger ist. Sie kaufen also ein Billigprodukt, das im Ausland gefertigt wurde, was den Absatz am heimischen Markt schwächt und so beginnt das Spiel von vorne und wieder geht ein Betrieb in Deutschland vor die Hunde. Nun könnte man sich fragen, ob Geiz wirklich so geil ist und ob man damit nicht selbst an seinem Sessel sägt. Aber wahrscheinlich ist das dem Sozialhilfeempfänger herzlich egal, denn er braucht seine Konsumgüter und wird diese erwerben, wenn sie entsprechend günstig zu haben sind.



Ergo: Die Arbeitslosigkeit im großen Stil ist zu einem Teil hausgemacht. Dazu kommt, das Leute, die keine Arbeit haben, oder sehr viel Arbeit haben, weil er jetzt die Arbeit von 2 anderen Kollegen mitmachen muss, keine Zeit und/oder Geld haben und damit geht die Geburtenzahl zurück. Jetzt passiert was interessantes: Die Rentner, die an sich ja keine armen Leute sind (zumindest ein großer Teil davon), bekommen ihre monatliche Rente. Die Rentner von morgen, werden weniger bekommen, weil keine Kinder da sind, die sie finanzieren. Diese werden wieder weniger ausgeben können was schlußendlich dazu führen wird, das noch weniger Umsatz gemacht wird. Am Ende hat die freie Marktwirtschaft gesiegt und dem freien Volk den letzten Cent aus der Tasche gezogen. In den großen Städten wächst ein Glaspalast nach dem anderen, und die Gewinnauschüttungen werden immer größer. Wusstet Ihr, das die OMV im letzten Jahr ihren Gewinn verdoppelt hat? Kein Wunder bei den Spritpreisen! Aber es juckt niemanden, denn der Sprit ist gut versteuert und bringt viel Geld in die maroden Staatskassen. Geld, das dann dem Steuerzahler fehlt, um sich ein neues Auto zu kaufen. Und wenn man sich mal die Fuhrparks der Firmen ansieht, dann strotzen die nur vor Geld. Firmenwagen mit dem Wert von über 50.000,- sind keine seltenheit. Um dieses Geld kann sich ein Single 3 - 4 Jahre über Wasser halten.



Ja, wir leben in einer Egozentrischen Welt.



so long ;)





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