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Smiley Re: tja, wenn ich das denn wirklich wüsste...
Moin Rees,

für Deine Datensicherung solltest Du Dir ein Konzept erarbeiten, das Du an eure Anforderungen anpaßt. Wichtig sind m.E. folgende Punkte:

- Soll eine komplette Datensicherung stattfindem, oder nur ein Anfangsstand und dann jeweils incrementell gesichert werden, also nur die Veränderungen?

- Wird zu bestimmten Zeiten eine Art Checkpoint benötigt, bei dem man im Fall des Falles wieder aufsetzen kann, ohne komplette Installationen nachziehen zu müssen?

- Wie viele Versionen sollen gesichert und entsprechend ausgelagert werden?



Ein Szenario könnte z. Bsp. so aussehen:

- Es erfolgt bei jeder Datensicherung eine Sicherung des Gesamtbestandes.

- Gesichert wird nach Großvater - Vater - Sohn Prinzip, also dreistufig.

- Montag bis Donnerstag wird "normal" gesichert

- Freitag eine normale Sicherung, die speziell gekennzeichnet wird

- das einen Monat lang; das letzte Freitagsband wird ebenfalls speziell gekennzeichnet und ausgelagert.

- pro Quartal eine "Zwischensicherung" als Checkpoint zum Auslagern

- pro Halbjahr eine Komplettsicherung, ebenfalls als Checkpoint zum Auslagern



Je nach Notwendigkeit kann die "Checkpoint-Sicherung" auch öfter oder weniger oft erfolgen. Für ein langes Wochenende kannst Du Dir dann auf jeden Fall mal ein Szenario basteln, in dem der Datenbestand von einem Band in das laufende System zurückgeladen wird. Besser, es geht jetzt was daneben, als wenn Du im Ernstfall dastehst und die Sicherung ist zwar vorhanden, aber dank Schreibfehler auf dem Band nicht zu gebrauchen.



Auch solltest Du schon jetzt dran denken, so im 2-Jahres-Rhythmus die Bänder einmal komplett zu wechseln und neu zu beschaffen. Arcserve bietet ja auch eine Statistik der Bänder, sobald da ein Band auffällig wird (Zunahme der nicht behebbaren Schreib-/Lesefehler), würde ich es sofort tauschen. Und das Reinigungsband lieber einmal zuviel durch das Laufwerk jagen, als zu warten, bis es sich mit "benötige Reinigung" meldet.



Mach keine Sicherung, die mit einem Folgeband arbeitet. Wenn der zu sichernde Datenbestand zu große wird, leg lieber zwei Sicherungsjobs an, die entweder alternativ Mo, Mi und Fr bzw. Di und Do laufen.

Das Arbeiten mit Agents auf anderen Maschinen, damit deren Sicherung auf die Maschine gemacht wird, in der das Laufwerk steckt, ist auf den ersten Blick eine schöne Geschichte. Nur wenns mal im Netz klemmt, fehlt Dir ne Daten-Sicherung. Wenn die finanziellen Mittel ausreichen, bestell für jeden Server ein eigenes Bandlaufwerk. Du siehts direkt, ob die Sicherung gelaufen ist oder nicht und mußt Dich nicht durch einen Haufen von Protokolleinträgen wühlen.



So, das sind so meine bisherigen Erfahrungen, die meisten davon leidvoll selbst durchexerziert.




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Mit vier, spielt fünf.

Gruß J :-) chem


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