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Smiley Das gehört so
Hallo!



Arbeitszeugnisse müssen positiv formuliert sein, damit sie juristisch nicht anfechtbar sind. Das bedeutet, daß man sich einen Trick einfallen lassen muß, um auch jemanden positiv negativ zu bewerten. Dies geschieht, indem man Arbeitszeugnisse unter Personalern "normiert" hat und beispielsweise eine Leistung mit "gut" bewertet, wobei das gut aber eigentlich ein "ausreichend" bedeutet.



Ist eine Leistung hingegen mit "sehr gut" bewertet, so bedeutet dies übersetzt "befriedigend", während eine mit "überaus sehr gut bewertet"e Leistung dann den übersetzten Bereich des "guten" markiert. Um ein wirkliches "sehr gut" zu formulieren, muß man denn dann auch in der Tat auf teilweise aberwitzige Formulierungen zurückgreifen, wie das beispielsweise bei der Aussage "stets überaus sehr gute Fachkenntnisse" der Fall ist. Das hat ein wenig von: "Papa, ich bin ein bißchen schwanger." ....



Und selbst, wenn man das weiß, ist man bei den Fallstricken noch nicht an einem Ende angelangt, was ich an folgendem Beispiel zeigen möchte:



"Herr X zeigte stets ein überaus großes Interesse an seinem Aufgabengebiet und beteiligte sich überaus rege und häufig an Fortbildungsveranstaltungen.



Herr X verläßt unser Unternehmen in beiderseitigem Einvernehmen, und wir wünschen Ihm für seine berufliche wie auch private Zukunft alles Gute sowie viel Erfolg und Gesundheit."



Das klingt ja nach meiner Regel an und für sich nicht verkehrt. Leider bedeutet es aber Folgendes:



"X zeigte zwar Interesse. Das war es aber auch schon. Geleistet hat er hingegen nichts und das, was er vielleicht doch geleistet hat, haben wir besser in die Tonne gekloppt, bevor wir es umgesetzt haben. Wir haben auch versucht, dem Kerl über Schulungen etwas beizubringen, doch außer vollkommen sinnlosen Beiträgen hat er auch da nichts zu Wege gebracht. So haben wir uns wenigstens außergerichtlich mit ihm einigen können. Übrigens war er aufgrund von Krankheit auch sehr häufig nicht anwesend."



Und damit sind wir auch schon an dem Punkt, warum ich gerade diesen Satz eingefügt habe, der Dir etwas dick aufgetragen vorkommt. Aussagen über das Engagement, das Wissen und die Fertigkeiten eines Mitarbeiters sind vollkommen aussagelos, wenn nicht sogar gegenteilig gemeint, wenn nicht auch das Ergebnis der Arbeit beurteilt wird ....



Viele Grüße!



Caric12000

geschrieben von

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