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Smiley Re: bipolarer/ungepolter Elko
Der Witz bei der Sache ist ja, jedem Kondensator seine idealen Bedingungen zu schaffen.

Ein "ungepolter" oder "unipolarer" Elko darf Vorspannung beider Polaritäten bekommen, taugt aber wenig für Tonfrequenz.

Ein normaler "glatter" AL-Elko ist gut genug für Tonfrequenz wenn er einer guten Marke entstammt und eine genügende Vorspannung erhält. Hat er keine Vorspannung ist er ungeeignet.

Ein unipolarer "Tonfrequenzelko" ist noch besser für Tonfrequenzen geeignet, aber darf wiederum keine höhere Vorspannung haben. Ein paar Millivolt z.b. aus Offsetfehlern egal welcher Polarität sind unbedenklich, aber mehr auch nicht.

In extrem niederohmigen und leistungsstarken Schaltungen (Endstufen-Ausgangskondensator, Frequenzweiche) wiederum sind unipolare Elkos Mist. Genauso wie bei sehr kleinen, hochohmigen Signalen (Eingangsstufen, Röhrenverstärker).



Ich staune immer, wenn selbst ansonsten gut informierte Fachleute sich zu einer bestimmten zustimmenden oder ablehnenden Generalmeinung hinreißen lassen. Das zeigt mir immer das sie sich niemals genügend mit der Bauteilkunde auseinandergesetzt haben. Denn alle Pauschalaussagen wie "Elkos haben in garkeinem Fall was im Signalweg verloren" oder "Elko A ist generell besser als Elko B" oder "AL-Elkos sind besser/schlechter als Tantal-Elkos" sind schlicht falsch und akademisch betrachtet Blödsinn bzw. Verkürzungen der Realität.


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Wer nicht merkt, daß er von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gutem Grunde nicht [C.Götz]


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