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Smiley Wenn ich Arbeitgebervertreter bei SAP wäre
Hi!



Als Arbeitgebervertreter hätte ich nach anfänglichem Zögern und einer juristischen Prüfung der Situation auch nachgegeben und würde mich jetzt freuen, wie ein Schneekönig, da ich Folgendes ernsthaft in Erwägung ziehen würde:



Ich würde meine Arbeitgeber dazu motivieren in die Christliche Gewerkschaft einzutreten und mich dann deren Tarifvertrag anschließen. Die Lohneinsparung wäre immens (mindestens 60 Prozent). Aber auch bei einem Anschluß an die IG Metall könnte SAP noch eine Menge Geld sparen.



Reduzierung der Zusatzleistungen auf ein Minimum (Keine Dienstwagen mehr für alle, keine Aktienoptionen mehr für die Mitarbeiter, ordentliche Preise in der hauseigenen Kantine, Schließung der Betriebssportstätten et cetera).



Strikte Einhaltung der vorgegebenen Arbeitszeit mit Hilfe von Stechuhren.



Verlagerung aller dadurch notwendig gewordenen Arbeitsplätze in das Ausland und schrittweise Verlagerung der Konzernzentrale.



Aus die Maus, fertig ist der Lack und wieder sind 13.500 Arbeitsplätze aus Deutschland verschwunden. Diese Vorgehensweise ist dabei auch ganz legal ....



Dabei möchte ich, daß man mich bitte nicht falsch versteht. Natürlich benötigen "schwache" Arbeitnehmer eine Interessensvertretung, die auch funktioniert, wobei ich mich nun bedeckt halten will, ob aus meiner Sicht eine Gewerkschaft, ein Betriebsrat oder eine Kombination aus beiden die beste Lösung ist. Aber bei SAP einen Betriebsrat durchzudrücken, ist vollkommen daneben. Die Leute dort verdienen jenseits von Gut und Böse und vor der Arbeitslosigkeit muß dort auch niemand Angst haben. Wenn man dort entlassen wird, stehen zehn Unternehmen auf der Matte, die sofort mit Arbeitsverträgen winken, mit denen dann noch mehr Geld verdient wird.



Doch möchte ich auch fair sein: Ich möchte der IG Metall und den 9,4 Prozent gratulieren, daß sie nun bei dem Unternehmen, das vollkommen ohne traditionelle Arbeitnehmervertretung zu Deutschlands bestem Arbeitgeber gewählt wurde, einen Fuß in der Türe hat, während in allen anderen Bereichen Netolohnkürzungen stattfinden, was bei SAP auch nicht beobachtet werden kann .... Das ist wirklich der Beweis dafür, "dass Solidaritaet und Kampfbereitschaft die einzige Sprache ist,die von den Arbeitsplatzvernichtern verstanden wird.", um es mit Yogi61s Worten zu sagen ....



Viele Grüße!



Caric12000

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