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Smiley Re: Transformator im IT System, wie kommen die 230V zustande? U V W
Hi,



>Wenn ich mir den Schaltplan anschaue, erkenne ich, dass die drei Primärwicklungen

>(wegen der drei vorhanden Phasen L1,L2 und L3, denke ich) in Dreieck geschaltet sind

>und jeweils ein Leiter davon abgeht. Die Spannung der drei Leiter gegeneinander

>beträgt 230Volt.

Wie schon gesagt: Stern, nicht Dreieck.



>wie kann es denn kommen, das ich primärseitig 130/230Volt abgreifen kann?

Spartrafo. Allerdings sieht die Skizze verwirrend sein, eigentlich müßte da die 400V-Einspeisung oberhalb des 230V-Abgriffes sein... Wenn das nicht nur ein Fehler in der Skizze ist, weiß ich das jetzt auch nicht...



>2. wieso kann man hier nicht, wie im normalen Drehstromsystem üblich, eine Phase mit

>230Volt L1 haben und eine mit 0Volt (N)?

Hä? Is doch ein Drehstromsystem, nur halt mit 127/230 statt 230/400V...



>Hat das was mit dem IT-System zu tun und weil kein N-Leiter an die Druckmaschine

>angeschlossen wird?

Du verdrehst da was. IT heißt nicht, daß es keinen N gibt. IT heißt schlicht und ergreifend, daß der Sternpunkt nicht geerdet ist (mit Schutzleiter verbunden). Das hat nur mit der Schutzmaßnahme (Schutz gegen Körperströme) zu tun.

Es gibt auch IT-Systeme mit "normalem" Drehstromsystem. Sowas machen z.B. die sämtliche "kleinen" Aggregate. Hier braucht man korrekterweise auch einen Isolationswächter, wenn man mehr als ein Gerät anschließt, damit die Schutzmaßnahme eingehalten ist. Mit nur einem Gerät ist das dann Schutztrennung.



>Kann man nicht am Trafo wieder einen N-Leiter erzeugen?

Was heißt erzeugen - prinzipiell kann man bei einem Spartrafo im Stern den Sternpunkt auf den Netz-N legen und kann dann am runtergespannten Spartrafo-Ausgang den selben N weiterführen. Solche Änderungs-Basteleien, insbesondere mit unsymmetrischer Belastung (sonst bräuchtest ja keinen N) würde ich aber abraten, wenn der Trafo nicht dafür ausgelegt ist! (Und man auch noch nichtmal so recht weiß was man tut...)



>Wohin geht der PE_Leiter, der von der Hauptstromversorgung kommt? Wird dieser direkt

>vom Energieunternehmen mitgelifert oder geht der ins Erdreich via Fundamenterder?

Das kommt vom Versorgungssystem an.

Beim TN-System wird der PEN-Leiter in einen PE und einen N aufgeteilt. Kommt also vom Versorger - der PEN wird jedoch (wenn keine Uraltanlage) in der Kundenanlage durch eigenen Erder gestützt. (TN-C solange PEN vorhanden, TN-S ab der Stelle wo PE und N getrennt, in Summe dann TN-C-S) Bzw. wenn es ein reines TN-S ist, sind PE und N überall getrennt verlegt, der Trafosternpunkt und dessen Erdung ist aber "hart" mit dem PE/Schutzleitersystem verbunden. Reines TN-S dürfte man aber nur in modernen firmeneigenen Netzen (mit eigenem Trafo) finden, weil man damit keine Ausgleichsstromprobleme hat (wichtig für EDV).

Bei einem TT-System ist der Trafo-Sternpunkt zwar über einen Betriebserder in der Trafostation geerdet (muß ja). Dein PE in der Kundenanlage kommt aber rein von einem Schutzerder bei dir, keine direkte Verbindung mit Trafosternpunkt. Hier ist ein FI in der Regel nicht zu umgehen, da deutlich höhere Schleifenwiderstände als im TN-System, Abschaltbedingung kann nur von Sicherung im Regelfall nicht eingehalten werden.



Aber an und für sich kann dir das ja egal sein, sobald du in einem Gerät bist.



Was jedoch weniger egal ist: Ich frag mich, ob du an solchen Geräten viel rumschrauben solltest, wenn dir solch grundlegende Dinge wohl nicht so wirklich geläufig sind. (Ich mein dabei noch nichtmal das mit TN/TT, sondern den Rest davor). Vor allem da derartige Druckmaschinen ja kaum im Privatsektor zu finden sein dürften. Keinen Betriebselektriker?



Gruß

Didi

geschrieben von

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