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Smiley Re: Kurz noch zu ISO und MotivProgis
>Dass der auch an die Belichtungsmessung gekoppelt ist, wußte ich gar nicht<



Im reinen Automatikbetrieb - also in jener Einstellung, in der man sich um garnix kümmern muss - ja.



>dachte hierfür wären dann die Einstellungen "Mehrfeldmessung" - "Integralmessung" und "Spotmessung" für die Belichtungsmessung zuständig<



Jein.

Im Automatikmodus ist bei fast jeder DigiCam die Mehrfeldmessung an.



>Setzt tatsächlich wie Du schreibst schon bei über 50 ISO Bildrauschen ein?<



Ja. Und zwar wegen des winzigen Chips von 1/2,5". Die Ixus 400/430/500 hingegen hat einen Sensor der Größe 1/1,8", der - da größer und demnach auch die einzenen Pixel größer - weitaus weniger Rauschen erzeugt.



>da war die analoge Welt doch ganz anders ;-)<



Nochmals jein.

Digitale Kameras - und hier vornehmlich die Spiegelreflexen - sind bereits ab etwa 6 bis 8 Mio. Pixel dem herkömmlichen Film überlegen. Denn selbiger zeigt seine Körnigkeit je nach ISO/ASA und Motiv auch recht deutlich.



>Zu den Automatikprogrammen: dachte eigentlich die wären nur Spielerei<



Mitnichten.

Die kamerainternen Prozessoren sind so programmiert, dass sie - bis auf wenige Ausnahmen und Motive - fast immer richtig belichtete Bilder bringen. Mitunter also perfekter, als man es manuell hinkriegen würde. Dies war auch früher so: Wenn ich weiland an meiner Canon T90 und später an der EOS-1 den gewünschten Programmmodus einstellte, waren gut 90% aller Fotos okay. Und heute sind diese Algorithmen noch ausgefeilter, so dass - bis eben von den berühmten Ausnahmen abgesehen - kaum noch was in die Hose gehen kann.



>Kennst Du nen guten Digi-Cam-Online-Kurs oder so ?!<



Nein.

Die zusammengeschusterten Tips und Tricks, die man so findet, sind vielfach fürn Hund. Entweder setzen sie schon bestimmte Kenntnisse voraus, oder aber sie bringen Erklärungen für Doofe.

Machen wirs mal am Beispiel deiner A520 fest:

Wenn du gewisse Grundkenntnisse hast, also zB um das Zusammenwirken und die Abhängigkeiten von Zeit und Blende weißt und dir auch der Begriff Tiefenschärfe geläufig ist, dann haste schon ein gutes Basiswissen, um mit den manuellen Settings der 520 umzugehen. Doch bringen jene manuellen Einstellmöglichkeiten bei der A520 nicht allzuviel, da sie einerseits sehr beschränkt sind, andererseits bei vielen Motiven fast genau das Gleiche tun, wie die Automatik.

Was man sich hingegen reinziehen kann und sollte, sind zuvörderst Punkte wie Objektivqualität und Eigenarten des Sensors und der kameraspezifischen Signalverarbeitung.

Auch hier nochmal ein Beispiel:

Bauartbedingt verfügen die meisten kleinen und mittleren DigiCams über kleine Objektive mit fast primitiven zweistufigen Schnappblenden. Da jedoch das Objektiv das Wichtigste an einer Kamera überhaupt ist, zieht hier eine niedrige Qualität auch ein qualitativ schlechtes Bild nach sich. Denn der Prozessor kann nur das verarbeiten, was die Optik auf den Sensor bringt.

Kostenbedingt verfügen fast alle aktuellen Kompaktkameras über winzige Sensoren. Die sind billig zu produzieren und machen einen schlanken Preis. Doch ist der Chip und dessen Qualität der zweitwichtigste Faktor. Denn was hilfts, wenn die winzigen Pixel immens viel Licht brauchen, aber keins kriegen und deswegen rauschen, man das Rauschen per Prozessor unterdrückt und dabei auch gleich noch die Gräser auf einer Wiese glattbügelt, oder die Haare bei einem Porträt ausschauen, wie mit Teer gewaschen. Der Nachfolger deiner A520 - die A610 - ist hier weitaus besser ausgestattet und bringt ganz andere Ergebnisse.

Erst wenn man diese beiden Dinge beim Kauf beachtet und danach dann die Kamera nur auf Motive ansetzt, bei denen solche Mankos keine Rolle spielen, sind die Bilder befriedigend. Und dann erst kann man sich mit den anderen Dingen wie zB manueller weißabgleich etc. beschäftigen und alle Knöpfchen nacheinander befutscheln.



Wenn du also was wissen willst, einfach hier posten.

Dann kann man u.U. gezielter raten, als die Pauschalkurse des Internets es vermögen.








Salvo errore et omissione (Mit Vorbehalt von Irrtum und Auslassung)

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