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Smiley Bohren ist recht sichter
Wie schon die Vorbeiträge beschreiben, ist bohren recht sicher.



In der Regel sind bei Bohrmaschinen das Bohrwerk (vorderer Teil mit dem Bohrer, der Futter etc.) und das Getriebe (Motor, Griffe, Schalter) NUR über eine Isolierung miteinander verbunden (bei billig-Bohrern vielleicht nicht, das weiß ich nicht, dazu bitte auf echte(!) CE und GS Prüfzeichen achten).

Wenn der Bohrer also an ein spannungsführendes Teil kommt und ich die Maschine an den dafür vorgesehenden Griffen festhalte, bekomme ich keinen Stromschlag; aber ich bekomme auch NICHT mit, das der vordere Teil der Maschine evtl. unter Spannung stehen könnte.



Hier ein Auszug aus der Bedienungsanleitung einer Bosch-Schlagbohrmaschine:

"Das Elektrowerkzeug nur an isolierten Handgriffen anfassen, wenn das Einsatzwerkzeug eine verborgene Leitung oder das eigene Netzkabel treffen kann. Kontakt mit einer spannungsführenden Leitung kann Metallteile des Gerätes unter Spannung setzen und zu einem elektrischen Schlag führen."



Es _kommt_ zum Stromschlag, WENN ich die vorderen Teile der Maschine BERÜHRE und DABEI auf einem schlecht isolierenden Boden stehe, so das der Strom durch mich hindurch in den Boden/Erde 'fließen' kann.



Bei gut isoliertem Boden kann die selbe Situation vorkommen, aber da der Strom durch die gute Isolierung (Kunststoffböden, und -schuhe) NICHT durch mich 'fließen' kann, würde ich es nur merken, wenn ich mit einem Messgerät nachprüfe.



Es gibt ja solche Durchgangsprüfer, wo in einem Schraubendreher ein Lämpchen drin ist und die so funktionieren, das ich mit der Spitze des Werkzeugs ein evtl. spannungsführendes Teil berühre, dann einen Kontakt am hinteren Ende des Werkzeugs mit einem Finger und wenn Spannung drauf ist, leuchtet das Lämpchen, wenn keine Spannung drauf ist, bleibt es aus.

Selbst meinem Lehrer in Elektrotechnik ist es mal passiert, dass er sehr gut isoliert auf einem Tisch stand, mit einem solchen Spannungsprüfer arbeitete und meinte, KEINE Spannung sei auf dem Kabel. Er machte alles fertig und hat NACHHER festgestellt hat, das DOCH Spannung auf den Kabeln war, als die Lampe, die er reinschraubte plötzlich angegangen ist...

Seit dem nimmt er immer ein Messgerät :).

Damit will ich sagen, dass solche Fehler selbst gut ausgebildeten Leuten passieren können.



Dennoch ist das bohren recht sicher. Ein eigenes Beispiel: Ich habe bei einem Bekannten im Bad, mitten über dem Spiegel ein Loch für eine Halterung gebohrt. Leider verlief in der Mitte hinter dem Spiegel ein Elektrokabel in der Wand, wie bei den meisten Badezimmern. Das habe ich dadurch gemerkt, das es auf einmal einen Knall gegeben hat und eine Sicherung rausgeflogen ist. Da ich die Bohrmaschine richtig gehalten habe, ist mir nichts passiert.

Im Vergleich zu dem oben genannten Fall, wird DAS die häufigere Erfahrung sein, da ein schnell drehender Bohrer wohl KAUM aussschließlich das spannungsführende Kabel anbohrt, sondern gleich alle drei (Leiter, Null-Leiter und Schutzerde), wie in meinem Fall, was zu einem Kurzschluss führt.



Wenn Du also die Sicherheitsanmerkungen befolgst, sollte nichts passieren; dennoch arbeitest Du auf EIGENE Gefahr!



Hier noch Links zu Hausinstallation und wie die Kabel in der Regel(!) verlegt sind (was NICHT für sehr alte Installationen gilt!):

Installationszonen für elektrische Leitungen und Kabel

Thema Leitungsverlegung

Bild Installationszonen



Sicherheit beim Werkeln als allgemeine Informationsquellen:

pdf-Broschüren auf http://www.das-sichere-haus.de/info_material.html

Sicher Heimwerken

und

Sicher umgehen mit Strom




Gruss, RanuKanu (5Q@Gb)

Music-Major's sucks

...nur weil ich paranoid bin, heisst das nicht, dass sie nicht hinter mir her sind ;)!

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