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Smiley Na gut, hier meine letzte Antwort
Moin,

Du hast natürlich recht, wer in einem Auto unterwegs ist, hat höhere Überlebenschancen. Von irgendeinem schlauen Menschen stammt folgendes Zitat: „Wer sich in Gefahr begibt, wird in ihr umkommen“. Das ist doch DIE Lebensweisheit an sich! Wenn ich als Fußgänger unterwegs bin, muß ich doch trotz aller Vorsicht damit leben, dass mich irgendein Depp über den Haufen fährt. Gleiches gilt, wenn ich Mopped fahre oder mit der Dose die Gegend unsicher mache. Was solls, ich lebe damit, dass das Leben irgendwann zu Ende ist, sei es auf natürlichem Weg, oder weil ich mich mal kurzzeitig nicht im Griff habe (das beziehe ich jetzt mal auf ALLE denkbaren Handlungen, nicht nur aufs Moppedfahren) oder weil irgendwer absichtlich oder unabsichtlich meinem Leben ein Ende setzt. Ich weiß, diese Lebenseinstellung ist nicht gerade Mainstream.

Es gibt genügend Situationen, wo ein Autofahrer überhaupt keine Chance hat, einen Moppedfahrer rechtzeitig zu erkennen. Ist mir selbst (als Autofahrer) schon mehrmals so gegangen. Zum Glück ist dabei niemand zu Schaden gekommen. Wenn das anders gewesen wäre, gäbe es jetzt einen Dosenfahrer mehr, der armen Moppedfahrern nach dem Leben trachtet *g*.

Hier in der Gegend gibt es eine Kreuzung, die eigentlich sehr übersichtlich ist. Weil es da aber jeden Tag gekracht hat, wurde eine Ampelanlage installiert. Seitdem gibt es ca. 2 Unfälle pro Woche weniger. Warum? Weil die auf der Hauptstraße fahrenden sehr großzügig das rote Ampellicht ignorieren. Und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das betrifft sehr viele Dosentreiber, aber auch eine Menge Moppedfahrer. Wenn dann mal wieder einer zu Tode gekommen ist, steht immer der Standard-Text in der Zeitung: bla bla bla Schwerer Verkehrsunfall bla bla bla Motorradfahrer verstarb noch an der Unfallstelle bla bla bla Autofahrer hat Vorfahrt nicht beachtet. Ja toll, endlich mal wieder eine Sensationsnachricht und einem überlebenden kann die Schuld gegeben werden! Aus eigener Erfahrung (ich befahre die Kreuzung mehrmals am Tag) weiß ich aber, dass sich da gar keiner traut, bei ROT die Hauptstraße zu überqueren. Sogar die mit den kurzgeschorenen Haaren und abstehenden Ohren und extrem tief und schief in den tiefergelegten dröhnenden Kisten sitzenden gehen da sehr vorsichtig zu Werke.

Was solls, meine ganz persönliche Meinung: Das Leben kann immer und zu jeder Zeit enden, und seeeeehr viele Moppedfahrer müssten nicht bei der Ausübung ihres Hobbys sterben, wenn sie ihren Verstand im positiven Sinne gebrauchen würden.

Was dann natürlich noch nicht geklärt ist, ist warum ausgerechnet Moppedfahren soooo gefährlich ist. Ich bleib dabei: 1200 tote Moppedfahrer im Jahr (von denen eine ganze Menge wegen eigener Dussligkeit das Zeitliche segnen) stehen in keinem Verhältnis zu 10tausenden Tabak-, Alkohol- und Drogentoten. Moppedfahren an sich (auch wenn man noch so viele km im Jahr fährt) ist nicht tödlich. Rauchen, Saufen und Drogenkonsum schon.

Ein Moppedfahrer stirbt natürlich sehr viel spektakulärer und öffentlicher als die arme Sau, die sich zu Hause zu Tode säuft. Aber am Ende sind sie beide tot, aus dem selben Grund: sie haben die Kontrolle über sich verloren.



Fazer600



PS: Meine Mailadresse ist sehr leicht herauszufinden.


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Herr Müntefering (ehemaliger Vizekanzler, Arbeits- und Sozialminister) meinte: «Wir (die Politiker) werden an den Wahlversprechen gemessen - das ist unfair



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