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Smiley ... Abgrenzung ist das Problem fast jeder Versicherung ..
Hallo Stoeffoe,

mit erhöhten Beiträgen für Kinderlose habe ich bewußt die Steuerkarte ins Rennen gebracht. Sprich, solange dort kein Kind eingetragen ist, zahlt jeder den erhöhten Beitrag. Sobald dann da ein Kind eingetragen ist, und das kann im deutschen Steuerrecht bis zum 27. Lebensjahr des Kindes sein, weil z. B. die Ausbildung so lang ist, zahlt diese Person den normalen Rentenbeitrag. Wenn dann die Zeit der Kindesversorgung wieder vorbei ist, wird auch wieder der erhöhte Beitrag gezahlt.



Zu deinem 2. Punkt:

- Genau wegen dieser ganzen Argumentation finde ich es eben besser die Sache von der Basis der Beitragsbemessung aus anzugehen und nicht von der Leistungsseite. Denn dann entfallen alle diese Argumente. Nach obigem Modell werden ja Kinderhabende auch nur für die Zeit in der sie tatsächlich für ihre Kinder sorgen, finanziell entlastet.



Warum spreche ich oben von einer Erhöhung des Beitrages, solange keine Kinder eingetragen sind? Weil es bei unserer Rentenversicherungslage nur so gehen kann, ansonsten müßten die Leistungen an die Rentner noch weiter beschnitten werden. Das werden sie in Zukunft sowieso werden. Auch hier muss man über Verteilungskomponenten nachdenken. Die Rentenhöhe ist ja an die Steigerungen des Lohnniveaus gekoppelt. Mit neueren Gesetzen ist ein demografischer Faktor dazugekommen, der dafür sorgen wird, dass insgesamt die Renten ein niedrigeres Niveau erhalten werden. Man könnte jetzt auch vorschlagen, diesen Schlüssel schon aktuell wesentlich mehr anzupassen - da werden dann die jetzigen Rentner aufstöhnen: "Warum sollen wir bestraft werden" - Man könnte antworten, weil ihr das Arbeitsleben nicht so hinterlassen habt, dass alle arbeiten können und entsprechende Rentenbeiträge zahlen können.



Abgesehen davon, muss dringend an einer Umstellung des Systems gearbeitet werden. Ein Vorschlag, der ja auch kombinierbar ist, ist weiter unten schon von DUMIAU skizziert worden. ab hier . Wie auch meine Gedanken sind dies ja alles nur Skizzen, die sicherlich auch in unserer Politikerwelt schon mehrfach gewälzt wurden. Leider wird jede vorgenommene Änderung erst in 10 oder 20 oder 30 Jahren wirken, und jeder Politiker sieht nur auf den nächsten Wahltermin. Was aber auch wiederum daran liegt, dass jeder von uns gerne aufzählt, was alles nicht richtig ist, dabei aber meist die Teile, die ihn begünstigen, nicht für erwähnenswert hält.



OT:

Ich finde z. B., dass unser Steuersystem ebenfalls einer generellen Überarbeitung bedarf und fand das Merz-Modell schon mal einen guten Ansatz. Vor allem würde ich bei einer Neuversion erst mal gar nichts absetzbar machen. Im Gegenzug wäre der Staat verpflichtet für eine ordentliche Kinderbetreuung, ordentliche Schulausbildung und eine benutzbare Verkehrsinfrastruktur zu sorgen.



Weitere Antworten werden erst wieder heute abend von mir kommen, ich muss erst mal arbeiten.



Viele Grüße

Kerstin

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