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Smiley Re: ... auch noch meine Meinung - fängt bestimmt als Sammelsurium an ..
Hi Kerstin!



Ich stimme dir zum größten Teil zu. Die Frage nach den zeugungsunfähigen Paaren bzw. behinderten Kindern und/oder früh verstorbenen lässt sich relative einfach beantworten: Die fallen durch den Rost. Man sollte die Zahl da nicht überschätzen. Keine Frage, das sind sicher tragische Fälle und nicht wiedergutzumachende Schicksale. Ich glaube aber, das es in Summe gerechnet nicht so viele Menschen betreffen wird. Ist ja nicht jeder 2. Behindert oder stirbt vor dem 18. Lebensjahr. Was die Kinderlosen betrifft: Hartes Schicksal. Will ich mir gar nicht vorstellen. Aber in diesem Fall würde ich nur eine Adoption als "Ausrede" gelten lassen.



Btw: Das die Sozialversicherung nicht wirkungsvoll ist, sieht man spätestens, wenn man wirklich Kohle braucht. Der größte Teil des Geldes geht flöten in der Erhaltung der Einrichtungen sowie die Administration und das Personal. Geld für Medizin ist sowieso sehr knapp. Deshalb sind die Versicherungen ja meist so marode und versuchen immer neue Methoden zu finden, wie sie noch Geld lukrieren können. Würde man aber jetzt die Krankenversicherung aufstocken und pro Kopf verlangen, dann würde man ja in die gleiche Kerbe schlagen wie bisher und es würden sich noch weniger Menschen Kinder leisten können. Eine Lösung wäre es, die gesetzliche Krankenversicherung abzuschaffen - allerdings hätten wir dann wohl ähnlich katastrophale Zustände wie in Amerika. Viele alternativen gibt es da nicht.



Aber: Sollte man die Beiträge wirklich erhöhen, wird auch das den Kindersegen bremsen. Je mehr Abgaben es gibt, umso schwieriger wird es, eine Familie zu erhalten. In Österreich gibt es eine relativ gute Methode, die sich eigentlich ganz gut bewährt, jedoch wieder reformiert werden soll. Dort bekommt man alle 2 Monate Familienbeihilfe, sofern man nicht "zu viel" verdient. Diese kommt in der höhe von 300,- Euro, also 150,- pro Monat. Das erhöht sich um einen gewissen Betrag, wenn das Kind älter wird und beim 2. Kind ebenfalls. So wird sicher gestellt, das das Kind eine Grundversorgung hat (150,- reicht, um es zu ernähren). Weiters bekommt der Elternteil, der in Karenz geht, jedes Monat ~ 430,- für maximal 2 1/2 Jahre, oder für 3, wenn beide Elternteile die Karenz nutzen, mindestens aber für 6 Monate. Dabei gibt es eine Zuverdienstgrenze von 14.000,- Brutto im Jahr was in Summe so an die 700,- pro Monat maximum Gehalt ausmacht. Das ist ein Teilzeitjob im mittleren Segment. Rechnet man das also mal zusammen, so bekommt die Frau, wenn sie zu Hause bleibt, ~ 1300,- Euro pro Monat, wenn sie arbeiten geht und das maximum Ausschöpfen kann, und damit wird dann quasi das Gehalt ersetzt. Die Karenz wird zur vollen Gänze zur Rente angerechnet. Bleibt nur noch die Karriere und/oder der Wiedereinstieg. Aber auch in Österreich gibt es noch zu wenig Kinder, wenngleich die Entlastung zu einer Geburtensteigerung geführt hat.



Mal sehn, was noch so kommt.



so long

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