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Smiley Reisebericht Seychellen
So mein kleiner Reisebericht:



Hab 3 Insel Tour gemacht: Mahé (5Tage) La Digue (4 Tage) Praslin (5Tage).



In Mahé war ich im Chez Batistas Guesthouse, das eigentlich ein bekanntes Fisch-Restaurant an der A. Takamaka im Süden ist und das 6 gehobene und 3 Standard Bungalows hat. Kategorie Standard liegt irgendwo zwischen 2-3 Sternen.

In La Digue bei Chez Marston, auch ein Restaurant, direkt wenn man am Hafen 300m links geht. Kategorie 1 Stern, aber definitiv die Unterkunft mit dem meisten Charme, da man mitten im "Dorfleben" ist und die einzige bei mir mit Halbpension.

In Praslin war ich an der Grande Anse im Beach Villa Guesthouse, das z.T. unter deutscher Führung ist. Katebgorie 2-3 Sterne, allerdings Safe inkl.! Haben auch ein eigenes Boot für Ausflüge, bzw. Hochseefischen (hätte ich ja schon gerne gemacht, kostet aber über 500€/Tag!!!)



Zum Wetter: 4 Tage komplett wolkenverhangen und Regen, 7 Tage tropisch wechselhaft (starke Sonne, Wolken und heftige Schauer, die aber spätestens nach ner Stunde durch waren), 4 Tage trocken mit heisser Sonne

Würde sagen, für unsere europäischen Ansprüche eine absolute Katastrophe. Laut der Einheimischen kann man aber keinerlei Verlässliche Aussagen mehr über die Wetter- bzw. Niederschlagsentwicklung machen. Somit hatte ich wohl eher Pech...

Auf Regen (z.T. auch richtig heftig) muss man sich auf den Seychellen aber auf jeden Fall einrichten.



Strandleben: Ausser an den grossen "berühmten" Stränden (Grand Anse, La Digue - Anse Source d'Argent, La Digue - Anse Folbert, Prasline) habe ich ausser den kleinen Krebsen kein Strandleben entdecken können. Bis auf 2-3 Leute waren sie menschenleer. Eigentlich passt das ja auch am besten zu diesen optischen Leckerbissen. Baden war meist schwierig, weil durch das vorgelagerte Riff bei 2/3 der Strände den halben Tag (Ebbe) absolut Niedrigwasser bis max. zu den Knien angesagt war. Da aber der Untergrund sehr schnell felsig von den alten Korallen wurde, ging Barfuss recht wenig! Das übliche Strandleben z.B. aus der Mittelmeerregion mit Musik, Sport und Strandcafes findet man hier nicht (für mich schade, andere suchen diese Abgelegenheit gerade.)



Unterwasserwelt: Ein Aspekt, den ich bei meinem Urlaub LEIDER vollkommen aussen vor lassen musste. Somit fehlen meiner persönlichen Seychellen-Bewertung natürlich ein paar wertvolle Punkte.



Leute/Einheimische: Da die Bevölkerung vorwiegen dunkelhäutig ist, kann man sich als europäischer Tourist nicht verstecken. Allerdings hatte ich auf den Seychellen damit nie ein Problem. Trotz meiner grossen digitalen Spiegelreflex hatte ich nie ein unangenehmes Gefühl. Man wird, wie auch in vielen Reiseführern besprochen in Ruhe gelassen. Auch in den Unterkünften hatte ich trotz vieler technischer Spielzeuge nie den Eindruck wirklich einen Safe zu brauchen. Allerdings haben mir die Putzleute mal eine Badehose geklaut. Vielleicht wollten sie damit eine Voodoo-Zeremonie veranstallten weil ich immer so spät aus dem Zimmer war...hihi. Die oft zitierte Freundlichkeit ist allerdings weitestgehend ein Mythos. Im Grunde verhalten sich die Leute wie hier. Wie man in den Wald schreit, hallts auch wieder raus. Aber gerade die Service-Kräfte hatten alle so eine grundsätzlich gelangweilte Haltung.



Preisniveau: Abgesehen von den exklusiven Hotelpreisen ist das gesamte Preisniveau im Land sehr ähnlich wie in Deutschland. Das liegt wohl hauptsächlich an der politisch wirtschaftlichen Situation der Inseln, die kaum Produkte haben die sie im grossen Stil auf dem Weltmarkt verkaufen können. Auf der anderen Seite müssen sehr viele Sachen importiert werden. Ein Teufelskreis und wohl mit das grösste Problem aller kleiner Inselstaaten ohne Rohstoffe. Man muss noch sagen, dass es einige Dinge gibt, bei denen zwischen Einheimischen und Touristen klar unterschieden wird. So musste ich z.B. für die Bootsüberfahrt von Praslin nach La Digue offiziell das Doppelte zahlen wie die Einheimischen. Und auch die Taxifahrer haben wohl ihre eigene Preisliste. Hier unbedingt wie üblich auf Reisen den Fahrpreis VOR der Fahrt ausmachen, oder wenn vorhanden Taxameter...



Naturschutz: Die seychellische Regierung legt seit je her sehr viel Wert auf Umweltschutz. Grosse Gebiete der Inseln stehen unter Schutz. Sowohl über wie auch unter Wasser. Trotzdem sieht man überall die wilden Abfallhaufen und die Einheimischen werfen die Plastikflaschen unbedenklich einfach in die Gegend. Die Flüsse, die von den Bergen ins Meer münden, riechen dann auch entsprechend. Versteht mich nicht falsch. Die Seychellen sehen diesbezüglich aus wie viele viele andere Länder. Eine funktionierende Abfallwirtschaft gibt's halt nicht wirklich und die Einstellung der Leute ist entsprechend. Es gibt also noch ein paar Baustellen hier...



Reiseveranstallter: Ich habe den Urlaub bei Gellwien Tours München gebucht, die sehr viel Erfahrung im indischen Ozean, vor allem Seychellen haben. Lief alles sehr professionell und die Unterkünfte waren auch sehr gut ausgewählt (so weit ich das beurteilen kann, da ich die Alternativen natürlich kaum kennengelernt habe). Ich hatte den Eindruck, dass alles ca. 100 - 200,--€ billiger gekommen wäre, wenn ich selbst organisiert hätte. Das hätte aber auch Zeit gekostet und ich wäre nie sicher gewesen, dass es dann auch so klappt. Das ist also genau die Spanne, die ein professioneller Veranstallter für sich in Anspruch nehmen kann. Einziges Manko war, dass nur der erste Transfer bei der Ankunft wirklich geklappt hat. Die anderen hätte ich zwar sowieso vor Ort zahlen müssen, sollten aber schon vororganisiert sein. Allerdings war dann keiner da...



Für mein Fazit passt am Besten ein Zitat aus der Fotografie-Lehre:



Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!!!



Gut aufgehoben auf den Seychellen ist war Natur (über und unter Wasser), Ruhe und netten Kontakt zu den Leuten vor Ort sucht.



Wer Action, Luxus, Sport oder sogar Party erwartet wird entweder nicht fündig oder findet wo anders auf dieser Welt gleiche Leistung zu deutlich niedrigerem Preis.



P.S. Durch meine !!!1.500!!! Bilder muss ich mich erstmal durchkämpfen, werden also nach gereicht.

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