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Smiley Re: warum kaltes Wasser in Wasserkocher?
Hallo Zusammen!

Danke für die bisherigen Beiträge.

Ich möchte das Thema etwas vertiefen, indem ich ein paar Messwerte einwerfe, die ich gestern gemacht habe:

Mein Wasserkocher: WK 2184 ist für 220-240V ausgelegt und mit 1850-2200W spezifiziert.

Ich zahle 19,40ct pro KWh, da ich Öko-Strom beziehe (http://www.ews-schoenau.de).

Als Messgerät benutzte ich ein Voltcraft M-3860M und die dazu passende sehr genaue Tempteratursonde, sowie Leistungsadapter.



Ich habe zwei Messungen gemacht.

1.Messung kaltes Wasser

Menge: 1L

Temperatur: 13°C

Spannung ohne Last: 224V

-

Laststrom: 7,04A

Spannung mit Last: 220V

CosinusPhi: 1

Leistung: 1580W

Verbrauch: 0,11KWh

Dauer: 249 Sek.



2.Messung warmes Wasser

Menge: 1L

Temperatur: 47°C

Spannung ohne Last: 224V

-

Laststrom: 7,04A

Spannung mit Last: 220V

CosinusPhi: 1

Leistung: 1580W

Verbrauch: 0,07KWh

Dauer: 155 Sek.



Ergebnis für MEINEN Haushalt:

94 Sekunden schneller und 0,04KWh weniger Stromverbrauch.



Also nach 100 Mal Wasser kochen, habe ich:

9400 Sekunden (2:36:40, gerundet 2:37Std.) und 4KWh 'eingespart', was sich bei einem fiktivem Stundenlohn von 15EUR in folgendem 'Guthaben' belaufen würde:

39,25EUR + 0,78ct für den Strom = 40,03EUR bei 100 mal.



Zu meinen Ungunsten muss ich abziehen, das ich sowohl kaltes, als auch warmem Wasser

ein bischen laufen lasse um nicht die lau-warme Brühe die in den Rohren steht benuzten zu müssen. Wasserpreise hab ich leider nicht im Kopf aber es gehen wohl jedesmal ca. 1-2Liter ungenutzt den Abfluss runter. Was die Pump-Kosten, die Kosten des ungenutzen Wassers, und die anteiligen Heizkosten für das warme Wasser sind, weiss ich leider nicht und müsste Schätzen. Alles zusammen vielleicht 10ct pro 1Mal Wasserkochen die ich dann noch abziehen müsste?

40,03EUR-10EUR würde immer noch ein fiktives Guthaben von 30,03EUR für mich ergeben, wenn ich es rechnen würde, wie die grauen Männer bei Momo. Ergo würde sich das kochen mit warmem Wasser für mich lohnen.



Jetzte ist die Frage, ob es sinnvoller ist die Zeit einzusparen (bleibt man nicht meistens neben dem Wasserkocher stehen und wartet, bis der fertig hat?) oder ob ich das Geld für den besseren Geschmack, durch den Mehrverbrauch an Strom bei kaltem Wasser bezahlen sollte. Geschmacklich hab ich bisher noch keinen Test gemacht, weil ich meistens mit warmem Wasser Getränke zubereite. Sollte ich mal testen.

Umwelttechnisch ist das Laufenlassen beider Wassertempi sicher echt schlecht, aber da gibt es sicher genügend Leute mit noch größerem ungenutzem Wasser'verbrauch' (Autowaschen, Rasensprengen, Toilettenspühlung ohne Stop-Taste, etc.)



Als Fazit denke ich, werde ich weiter bei warmem Wasser bleiben, da ich in einem 30-Mietparteien-Wohnbunker wohne, wo sicher relativ häufig warmes Wasser gebraucht wird, so das der Warmwasserspeicher relativ wenig Wärme verliert und die Heizkosten für den Brenner im Keller nicht durch ständiges wiederaufheizen in die Höhe getrieben wird.



Meine ursprüngliche Frage bezog sich mehr auf den Kommentar, der in der Bedienungsanleitung von Wasserkochern, Kaffeemaschinen, Tauchsiedern (benutzt jemand so ein Teil überhaupt noch?) etc. zu finden ist, der aber nie begründet wird.

Wenn es also gesundheitlich keinen Unterschied gibt, bleib ich bei warm.



Danke für Euer Interesse =).

Gruss

rk


Gruss, RanuKanu (5Q@Gb)

Music-Major's sucks

...nur weil ich paranoid bin, heisst das nicht, dass sie nicht hinter mir her sind ;)!

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