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Smiley Re: Single - die Zeit heute ...
Ich will auch erst mal deine Fragen direkt beantworten:

> Familie - ist das heute nicht mehr in?

Kommt drauf an. ‚InÂ’ und ‚OutÂ’ sind Modeströmungen (unterliegen also einem dauernden Auf und Ab, und einer ständigen Wiederkehr). Meist ist es (wie auch in der Politik) eine ‚schreiende MinderheitÂ’, welche die Tendenz vorgibt.

Statistisch gesehen aber: ja.



> War es früher einfacher?

Ja. Man hat vieles nicht in Frage gestellt – es war einfach so. Allein schon vom Begriff her: 'Junggeselle' zu sein hatte was verschrobenes an sich. Die weibliche Form gibt´s gar nicht, da war man gleich eine ‚alte Jungfer’. Das ging bis in unsere Elterngeneration so, und eigentlich ist es auch heute nicht viel anders. Es ist nur gesellschaftlich akzeptiert(er).



> Wie habt Ihr Euch kennen gelernt?

In der Disco zum ersten Mal gesehen, später gemeinsam in den Boogie-Kurs, es war eher eine ‚BelagerungÂ’ als eineÂ’EroberungÂ’.



> Was heißt für Euch Familie?

Eine Lebensgemeinschaft, die nicht extra definiert und nicht in Frage gestellt wird. Das „Blut ist dicker als Wasser“-Klischee. Jene Beziehungen, die hier auch schon angesprochen worden sind (Freunde, Kollegen) stehen dazu im Gegensatz bzw. sind ‚außerhalbÂ’.

Der Spruch "Nachbarn und Familie kann man sich nicht aussuchen" drückt das gut aus: Familie kann man sich (teilweise) nicht aussuchen - man wird aber auch nicht ausgesucht.

Der „Kreis des Vertrauens“, falls du „Meine Braut, ihr Vater und ich“ gesehen hast.

Ich meine damit also nicht nur meine ‚Kernfamile’ Vater-Mutter-Kind, sondern auch den engeren Kreis der Eltern und Geschwister.



Ich halte mich für den klassischen „Familienmenschen“. Ich glaube ich könnte ohne meine Famile nicht leben, und ich bin bereit, sehr viel dafür zu investieren, bzw. auf sehr viel zu verzichten.

Ich glaube das Leben im Familienverbund entspricht einem Grundbedürfnis des Menschen. Das ist auch der Grund, warum jeder, der keine hat - oder nicht mehr hat - sich irgendeinen Ersatz schaffen muss. Sei es als Onkel, der eng in die Familie des Bruders eingebunden ist, sei es im Freundeskreis, von mir aus auch in solchen Communities wie hier.



Deine Frage "wie kommt man zu einer eigenen Familie!?" ist natürlich schwer zu beantworten. Vor allem in deinem Alter wird es nicht mehr so einfach sein - auch deinetwegen. Man ist halt doch nicht mehr so gut imstande, sich und seine Bedürfnisse zurückzunehmen, was für eine dauerhafte Beziehung aber unerlässlich ist - vor allem wenn Kinder da sind.

Lass dich aber davon nicht ins Bockshorn jagen ! Wenn man will, dann geht es auch.

Die größte 'Arbeit' ist jedenfalls nicht, eine Familie zu gewinnen, sondern sie zu behalten...


Gruppenfoto: Y8

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