title image


Smiley Re: Wechsel kommt schneller als ich dachte
Hallo Joachim,



so ist das. Ich glaube, ich könnte kein Tier mehr nehmen, wenn es sich nicht bei mir wohl fühlt. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wenn es mal ein Tier geben würde, welches mich nicht mag. Ich habe auch immer Leckerchen in der Tasche. Es kommen draußen fremde Hunde auf mich zu, lassen sich streicheln, drücken sich an mich. Manchmal musste ich lachen, weil ich mir fast vorkam wie der Rattenfänger von Hameln.

Vor einiger Zeit sind neue Nachbarn bei mir eingezogen. Die haben einen großen weißen Schäferhund. Der kam sofort zu mir, drückte sich an mich. Auf dem Balkon stellt er sich immer auf den Tisch und wedelt zu mir rüber, wenn er mich sieht.

Als ich damals meine Bonnie aus dem Tierheim holte, ging sie nicht mehr von mir weg. Sie drückte sich an mich, schaute mich mit ihren schwarzen Augen an. So einen großen schwarzen u. fürchterlich stinkenden Hund wollte ich garnicht haben, aber erhat mir so leid getan. Dann habe ich ihn mitgenommen. Auf dem Parkplatz hat sie sofort mein Auto gefunden. Ich habe die Türe geöffnet, Bonnie legte sich auf die Rückbank u. war schon fest eingeschlafen, bevor ich los fuhr. Erst zu Hause vor der Garage wurde sie wach. Im Haus hat sie sich so vorsichtig bewegt wie ein Katze. Sie hat nichts kaputt gemacht. Manchmal habe ich gedacht, sie ist so, weil sie Angst hatte, dass ich sie wieder ins Tierheim bringe. Wir sind auch einmal wieder ins Tierheim gefahren. Da war Tag der offenen Tür. Meine Bonnie wollte da gar nicht rein und quetschte sich an mich.

Die Mitarbeiter wollten nicht glauben was sie da sahen. Aus der stinkenden grau verfilzten Bonnie war bei mir ein tiefschwarzer Hund mit glänzendem Fell geworden und hat überhaupt nicht mehr gestunken.

Ich liebe Tiere und wenn ich genug Geld hätte, würde ich viele arme Tiere nehmen, um ihnen ein schönes Leben zu bieten. Leider ist der große Lottogewinn ausgeblieben, weil ich gar nicht Lotto gespielt habe.

Ich weiß nicht, warum alle Tiere immer zu mir kommen. Ich mache nichts. Die kommen von selber. Mit meiner Schwester gab es mal ziemlichen Ärger. Sie hatte seit Monaten eine wunderschöne weiße Mohairkatze. Die hatte sie aus dem Tierheim geholt. Sie fauchte meine Schwester an, wenn die sie nur streicheln wollte. Als ich dann nach längerer Zeit zu meiner Schwester kam, war ich gleich sehr angetan von dieser wunderschönen Katze. Meine Schwester meinte, dass ich die bloß nicht anfassen sollte. Die wird sofort böse, faucht u. zeigt ihre Krallen. Na gut. Ich habe die Katze dann nicht weiter beachtet und es mir im Sessel gemütlich gemacht. Sofort war die Katze auf meiner Brust, kuschelte sich an mich, ließ sich von mir kraulen u. hörte gar nicht mehr auf zu schnurren. Meine Schwester war derart geschockt u. auch beleidigt darüber, dass sie mir anbot, die Katze mitzunehmen. Das ging nun nicht, weil ich arbeiten musste u. den Hund noch hatte. Es wäre nicht so gut für die Katze gewesen. Meine Schwester war aber derart beleidigt, dass sie Monate lang nicht mehr mit mir gesprochen hat. Sie hat die Katze dann auch bald wieder in ein Tierheim gebracht. Das fand ich ziemlich traurig, dass sie so reagiert hat.

Viele finden es bescheuert, dass ich mir immer Sorgen um irgendwelche Tiere mache, aber so bin ich nun mal. Ich würde das auch nie ändern wollen.

So, Joachim, jetzt ist der Roman aber lang genug geworden. Ich wünsche Dir ein gutes restliches Nächtle.



LG marilse.

geschrieben von

Login

E-Mail:
  

Passwort:
  

Beitrag anfügen

Symbol:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Überschrift: