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Smiley Re: Vogelgrippe: Kein Grund zur Panik!
Hallo liebe Dipima,



Danke für Deinen Beitrag. Da möchte ich gleich noch 2 Sachen hinzufügen, die auch öffentlich weiter gegeben können:



Erste Info:



In einer eMail vom 09.03.2006 13:55:53 Westeuropäische Normalzeit schreibt kraemer.a@t-online.de:



Sehr geehrter Herr Dr. Hahne,



ich danke für Ihre ausführliche Antwort. Ihren kaum verhohlenen Unmut über diese (wahrscheinlich X-te) Anfrage kann ich sogar teilweise nachvollziehen.



Ihrer Meinung über die Versorgungspflicht der Haustierhalter schließe ich mich an.



Die Bestimmungen des Jagdschutzes sind ebenfalls bekannt und sollen in diesem Zusammenhang nicht weiter diskutiert werden. Die Anfrage bezog sich lediglich darauf (und wurde ja auch entsprechend beantwortet...), ob von Seiten des ML ein "Freibrief" erteilt worden war.



Dass die gebotenen 21 Tage Hausarrest tragbar wären, ist teilweise einzusehen Leider wird dieser Fakt in sämtlichen Zeitungs- und Radiomeldungen NICHT gebracht, und nicht jeder liest täglich die Veröffentlichungen der Ministerien. Die Menschen gehen also verständlicherweise davon aus, dass jeder neue Fund ihre Tiere über das gesamte Frühjahr und den Sommer ins Haus verbannen wird - ein allerdings untragbarer Zustand.



Dass Kastrationsaktionen heute schon von engagierten Tierfreunden (auf eigene Kosten) gerade für die Populationen durchgeführt werden, deren Verursacher Landwirte sind, die ihre Katzen wild, unversorgt, halbverhungert (und daher natürlich in der Natur nach Futter suchend) und unkastriert auf den Höfen leben und sterben lassen, ist ebenfalls kein Geheimnis. Und auch diese mühevoll durchkastrierten, ständig gefütterten und damit standorttreuen Populationen sind es, denen jetzt Gefahr durch diese einmalige Chance nutzenden Jäger droht. Dass man nicht von einem Tag auf den anderen die frei lebenden Katzen sämtlicher Futterstellen in den Sperr- und Überwachungsgebieten einfangen und auf die Schnelle irgendwo unterbringen kann, ist verständlich.



Die Sorge der Tierfreunde gilt in vielen Fällen auch halbwilden, irgendwann zugelaufenen, kastrierten und lediglich angefütterten Katzen, bei denen ein Einsperren in der Tat unmöglich ist.



Übrigens ist nicht jede Katze, die in der freien Natur vor ihr fremden Personen davonläuft, mit einer wilden oder verwilderten gleichzusetzen. Dieses Verhalten ist auch für Hauskatzen typisch.



Dies zum Thema Katzen.



Dass Niedersachsen die Geflügel-Massentierhaltung mehr begünstigt als andere Bundesländer, und daher die Lobbyisten hier natürlich stärker sind als anderswo, steht hier ebenfalls nicht zur Debatte.



Auch die Tatsache, dass nach neueren Expertenansichten die Verbreitung des Virus durch Verklappung von Hühnerkot in großen Mengen (teilweise wird dieser sogar als Fischfutter verwendet) eigentlich erst ausgelöst wurde und letztendlich die Geflügel"industrie" der eigentliche Verursacher ist, wird sicher nicht gern gehört werden (s. weiter unten - "Die Seuche aus der Hühnerfabrik"). Es ist bekannt, dass Nds. zumindest den Import von Geflügelkot aus den Niederlanden verboten hat - aber allein der im Land anfallende Mist muss irgendwo entsorgt werden, auch er gelangt aus den Ställen auf die Äcker, wird verteilt und gelangt ins Grundwasser - mit noch unbekannten Folgen. All diese Fakten sind hinreichend bekannt und tragen zum Unmut der verantwortungsvollen Tierhalter bei, die nun die Folgen tierquälerischer Massentierhaltung tragen müssen und zudem von den Verursachern zum Sündenbock gemacht werden. Man fragt sich zu Recht, warum nicht (bei allen gebotenen Einwänden) wie in anderen Ländern die Impfmöglichkeit geboten wird, die ja Massentötungen nicht nur bei Geflügel verhindern würde.



Denn dass das Virus aus bekannten Gründen auch in geschlossenen Anlagen wahrscheinlich längst vorhanden ist und dort jederzeit ausbrechen kann, wird von Virologen als ziemlich sicher angesehen - wem will man dann die Schuld geben?



Leider führt all dies zu nichts, solange bundesweit Lobbyisten und Panikmacher eher gehört werden als Virologen und Seuchenexperten.



Daher danke ich nochmals für die Antwort, die ich den Betroffenen auch zu meiner eigenen Entlastung gern weiterleite. Ich hoffe, Sie in dieser Sache nicht mehr belästigen zu müssen.



Zweite Info:



Anläßlich der allgemeinen Vogelgrippe-Hysterie ist in der aktuellen Ausgabe der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" ein recht gutes Dossier zu diesem Thema bzw. zu Tierrechten erschienen. Es besteht aus 4 Artikeln:

DIE ZEIT - DOSSIER

Nr.10 2. März 2006



"Tieropfer gegen Menschenangst"

Klick

(darin ist auch Dr. F.J Plank von ANIMAL SPIRIT zitiert)



»Aus der BSE-Krise gelernt«

Klick



"Fleisch mit Seele"

Klick



»Gummihandschuhe hättenÂ’s auch getan«

Klick



Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

Web: Klick











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