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Smiley Die Auflösung
Guten Morgen,



es folgt die Auflösung des Rätsels vom Montag.



Wie einige von euch bereits erraten haben, ging es um den Roman "Niels Lyhne" des dänischen Autors Jens Peter Jacobsen.



Ich danke allen, die sich beteiligt haben und ich gratuliere gruscho zur zügigen Auflösung, die ja nicht ganz einfach war.



In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei denjenigen entschuldigen - und besonders bei Désirée und Canarino - die ich mit einem gut gemeinten Hinweis unabsichtlich in die Irre geführt habe. Canarino hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Tipp mit dem Nachnamen des Autors und dem Heimatland, das sich weiter nördlich als Schweiz und Schwabenland befindet. auf Hermann Hesse passen konnte. Ich werde also in Zukunft noch sorgfältiger über solche Umschreibungen nachdenken müssen.



Was übrigens die Umschreibungen betrifft, so verdient Potato für die seine einen Extrapunkt, da musste der Rätselsteller erst mal selbst mitraten ;-)



Der Roman, ich hatte es schon angedeutet, hat seinerzeit viel Aufmerksamkeit und Bewunderung hervorgerufen, vor allem unter den europäischen Literaten. Auf Rilkes enthusiastische Beurteilung in seinen Briefen an einen jungen Dichter hatte ich hingewiesen.



Aber ist es, unabhängig von der literarischen Bedeutung, auch ein Buch, das man heute zum Lesen empfehlen kann? Nun, wer vor allem nach Action und Thrill sucht, wird mit "Niels Lyhne" sicher kaum etwas anfangen können.

Es ist ein Roman für Leute, die Interesse an der Darstellung der Psyche des Menschen haben und an seinem fortwährenden Ringen um den Sinn seines Lebens.

Niels Lyhne verliert, wie der Autor selbst, nach dem erschütternden Tod eines geliebten Menschen seinen religiösen Glauben und bleibt dieser Einstellung treu, wenn auch nicht ohne Wanken. Aber es ist nichts Triumphierendes in diesem Atheismus und das Leben, das Niels auf diese Weise zu bewältigen hat, ist bis zu seinem eigenen bitteren Tod kein frohes und glänzendes. Immerhin widerfährt ihm für sein konsequentes Festhalten an der einmal getroffenen Entscheidung auch so etwas wie Gerechtigkeit. Dem Arzt an Niels’ Sterbebett legt der Autor die folgenden Worte in den Mund: "Wenn ich Gott wäre, murmelte er, und in Gedanken fuhr er fort, würde ich viel lieber den selig machen, der nicht im letzten Augenblick noch umkehrt."



Grüße an alle und jedem von euch einen guten Tag :-)



Serenity






"Wenn jeder dem anderen helfen würde, dann wäre uns allen geholfen." (Marie von Ebner-Eschenbach)

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