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Smiley ... ich bin da zwiegespalten ..
Hallo Christine,

ich bin da total zwiegespalten und mache das wirklich am Verhalten einer Firmenleitung und/oder eines Chefs aus.



Grundsätzlich ist Gewerkschaft und Betriebsrat eine positive Einrichtung. Ich bin auch der Meinung, dass wir als Arbeitnehmer in Deutschland ohne sie heute nicht dort wären, wo wir als Arbeitnehmer im allgemeinen noch sind.



Da ich bisher hauptsächlich in nichttarifgebundenen Firmen gearbeitet habe, ist mir im Falle einer von mir veranlassten Betriebsratgründung eigentlich nur die IGM positiv aufgefallen. Dort war ich dann auch mal entsprechend Mitglied.



Da ich selbst bislang meine Rechte gut vertreten konnte, ist mir ein Betriebsrat oder eine Gewerkschaft (bis auf die Ausnahme oben) nie abgegangen. Ich bin sogar der Meinung, dass man in Firmen, bei denen man es mit einem normal und menschlich denkendem Chef zu tun hat, einfacher und unbürokratischer ohne Betriebsrat bzw. gewerkschaftliche Organisation zurecht kommt. Wobei ich dieses Argument wiederum einschränke auf die Betriebsgröße. Ein persönliches Zurechtkommen und Aushandeln ist bis zu einer Betriebsgrösse von ca. 50 Mitarbeitern (bitte nicht auf die genaue Zahl festlegen) überschaubar. Bei größeren Firmen und verständigen Chefs glaube ich sogar, dass die Chefs einen Betriebsrat oder eine Art arbeitnehmerseitige Vorgabe durch Gewerkschaften letztendlich begrüßen, da es ihnen im Zweifel die zeitaufwändige, und damit auch immer kostenaufwändige Einzeldiskussion mit jedem Mitarbeiter erspart.



Bei größeren Firmen halte ich einen Betriebsrat bzw. eine gegebene Regelung durch Zugehörigkeit zu Tarifverbänden, sprich Gewerkschaft und Arbeitgeberverband, für beide Seiten besser. Da es frustrierende Einzelregelungen erspart.



Wenn ich mir deine bisherigen Schilderungen des Arbeitsverhältnisses im Plüschtiergeschäft vor Augen halte, denke ich, dass dieser Betrieb auf jeden Fall zu der Kategorie gehört, bei dem allgemeingültige Vereinbarungen noch die besten Chancen für alle Seiten geben.



So, Christine, jetzt kannst du ja mal checken, ob der eine oder andere Satz als Argumentation für deinen Mann brauchbar ist.



Bei Nachfragen bin ich auch gerne bereit nochmal intensiver über meine Argumentation nachzudenken.



Einen schönen Abend

Kerstin

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