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Smiley Ne, ne
Hi KerstinB!



Leider muß ich immer noch sagen, daß für einen Arbeitsvertrag nicht die Schriftform notwendig ist. Die Schriftform ist nämlich juristisch definiert und sagt aus, daß zum Zustandekommen eines Vertrages eine schriftliche Niederlegung des selbigen notwendig ist. Das heißt, daß ohne diese schriftliche Niederlegung der Vertrag nichtig ist. Das gilt bei Arbeitsverträgen NICHT! Diese können eben schriftlich, mündlich oder konkludent geschlossen werden.



Das, was Du anführst, ist hingegen eben das Nachweisgesetz. Dieses kehrt lediglich die Beweislast um, wenn es nicht eingehalten wird. Der Arbeitsvertrag ist also auch gültig, wenn das Nachweisgesetz nicht eingehalten wird, was auch explizit in § 5 des Nachweisgesetzes geregelt ist. Das Nachweisgesetz wurde lediglich zum Schutz des Arbeitnehmers eingeführt.



Lediglich von Seiten des Arbeitgebers stellt sich also die Frage, ob ein Arbeitsvertrag der Schriftform bedarf. Wenn der Arbeitgeber allerdings mit den negativen Folgen des Nachweisgesetzes leben kann, kann er auch darauf verzichten und der Arbeitsvertrag ist weiterhin gültig.



Vor diesem Hintergrund geht es also in der Tat um die Bürokratisierung der deutschen Sprache, wobei ich hierbei insbesondere auf die Sprachonanie deutscher Juristen Bezug nehme ....



Viele Grüße!



Caric12000



P. S.: Darüber hinaus möchte ich dennoch betonen, daß man natürlich darauf bestehen sollte, einen schriftlichen Arbeitsvertrag in Händen zu halten, was für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen gilt.

geschrieben von

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