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Smiley Re: Mir egal, ich schreibe sowieso wie bisher,
Hallo Bombadil,

ich hatte zugestimmt (prinzipiell), deshalb fühle ich mich angesprochen und zu einer Antwort berufen.



"Silbentrennung von Helikopter"

wie anders als He-li-kop-ter könnte man denn das Wort abtrennen (egal ob man Griechisch kann oder nicht) ?



Teilweise stimme ich dir zu, einiges würde ich aber nicht 100%ig unterschreiben. Ich kommentiere mal das was du aufgezählt hast:

- Tripelkonsonanten: Betttuch, so wie bisher auch Betttruhe:

OK, gutes Beispiel. War mir bisher gar nicht bewusst, dass es Triples früher schon gab. Mir springt das schmerzvoll ins Auge, ich kann aber damit leben, solange ich Bett-Tuch schreiben darf.

- Klare Regel, wann "ß" und wann "ss":

klar - vielleicht. Sinnvoll ? Das ist die Frage. Warum hat man es nicht gleich abgeschafft ? Das wäre klar.

- Eindeutschung einiger Schreibweisen: bisher "Finanzen", aber "finantiell"; jetzt "finanziell"; "nummerieren" statt "numerieren" etc.

finantiell ? Und ich hatte gedacht ich beherrsche die alte Rechtschreibung ;-) Ich schreibe seit 30 Jahren 'z'. Das ist ein gutes Beispiel für eine Reform, die keine ist: fällt imo unter 'natürliche Entwicklung' - wie sie laufend stattfindet.

- Teile der Getrennt- und Zusammenschreibung: früher: "Auto fahren", aber "radfahren"; jetzt analog "Rad fahren"

Finde ich auch gut. Jedenfalls fallen mir auf Anhieb keine Gegenbeispiele ein (wenn ich von einem mir ungewohnten 'Bild' absehe - das ist mein Einzelschicksal)

- Teile der Groß/Kleinschreibung

stimmt

- Kleinschreibung von "du" in Briefen (früher war es relativ kompliziert, wann "du" klein und wann es groß geschrieben wurde).

Kompliziert ? Was soll daran kompliziert gewesen sein ? Direkte Anrede = groß, fertig.



Deinen Negativbeispielen stimme ich als eher-Kritiker natürlich zu ... ;-)



> Es gibt Wörter, die jetzt getrennt geschrieben werden, dadurch aber einen neuen Sinn ergeben.

Mir fällts auch nicht ein.

Was ich aber gerne als Negativbeispiel anführe ist 'selbstständig'. Das ist eine klare Verletzung des allgemeinen Prinzips der Schrift als Transportmedium für die Sprache. Die Schrift ist der Knecht, und die Sprache der Herr. Ändert sich die Sprache, dann ändert sich auch die Schrift - und nicht umgekehrt. Meine Tochter (8) liest "selbst-ständig"



Dieser Aussage stimme ich allerdings 100%ig zu:

"Wie dem auch sei, ein differenzierter Blick scheint mir nötig zu sein."

Das gilt für dieses Thema, so wie es allgemein für jedes Thema gilt.


Gruppenfoto: Y8

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