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Smiley Erinnert Ihr Euch noch an Nelson und den OP-Spendenaufruf? Neues hier!
Hallo,



zuerst einmal vielen Dank an alle, die für Nelson gespendet haben!!! Er wird im April an der ersten Hüftseite operiert werden können! *freu!!!



Außerdem wurde uns "seriöser" Webspace kostenlos zur Verfügung gestellt - auch hierfür DANKE!!!



Für alle, die sich für Nelsons Geschichte und die weitere Entwicklung interessieren, hier der letzte Bericht von der Belgier-in-Not-Seite:



Nelson - eine Odysee mit Happy End?



Nelsons Leben begann schon unter einem ganz schlechten Stern und so wuchs er eingepfercht im Käfig einer Zoohandlung in der Gegend um Bilbao in Spanien auf.

Als er 5 Monate alt war, war er zu alt um verkauft zu werden und sollte eingeschläfert werden, wurde jedoch von einem Menschen übernommen, der ihn aber irgendwann an einen Bekannten abschob. Als dieser erfuhr, dass Nelson Hüftgelenksdysplasie hat, verlor er das Interesse an ihm. Seitdem war Nelson alleine auf einem Gehöft und bekam alle 3-4 Tage was zu fressen hingeworfen. Doch auch das wurde dem Besitzer zu viel und er wollte ihn loswerden, was für Nelson konkret - nach ca. 14 Tagen bei der städtischen Hundeauffangstation - sein Ende bedeutet hätte.

Die spanischen Tierschützer in Bilbao haben aber Nelson von einer jungen Frau auf dem abgelegenen Gehöft versorgen lassen, um Zeit zu gewinnen, damit sein Besitzer ihn doch nicht zum Einschläfern bringt. In der Zwischenzeit stellten sie ihn natürlich als Notfall auf ihrer Webseite. So wurden wir von Belgier in Not auf Nelson aufmerksam.



Zu Beginn schien er nur einer von den so vielen Notfällen zu sein, aber schnell wurde klar, dass er da weg musste, denn die junge Frau, die Nelson versorgte, diese Aufgabe nicht für längere Zeit hätte übernehmen können und in der städtischen Auffangstation werden Hunde, die nicht vermittelt werden oder keine Aussicht auf Vermittlung haben, in der Regel nach 14 Tagen konsequent einschläfert. Also suchten wir fieberhaft nach einer Pflegestelle. Leider war die Kommunikation mit den Spaniern nicht so einfach, da sie kein deutsch und ich kein spanisch spreche. So ging alles über eine dritte Person und dauerte ewig. Als wir dann endlich eine Pflegestelle in Aussicht hatten, bekam ich keine Antwort mehr aus Spanien, bzw. von dieser dritten Person. Über eine vierte Person hörte ich, dass Nelson eine Pflegestelle in Deutschland habe. Puh, na dann war ja alles gutÂ…

Doch leider stellte sich nach ein paar Wochen heraus, dass das Ganze eine Fehlinformation war, bzw. dass die Interessenten zurückgetreten waren. Zum Glück hatte ich mit Alicia nun eine Mitstreiterin, die zweisprachig ist und so konnten wir alles direkt mit Shiva, die ihn in Spanien versuchte zu vermitteln, regeln. Doch nun fing die Zeit an zu drängen, denn wenn die junge Betreuerin dem Besitzer nicht mal was Konkretes sagen könnte, dann...

Leider war die Pflegestelle, die vorher in Aussicht war, nicht mehr da. Also habe ich einen Hilferuf an alle meine Mitstreiter geschrieben und sie gaben ihn wiederum an andere weiter, natürlich auch in allen möglichen Foren, Listen,.... Und wie es das Schicksal wollte, fand sich so eine Pflegestelle.



Der erste Schritt war getan, doch nun blieben noch viele Fragen offen, die über so manche E-Mail geklärt wurde. So auch die Frage wie schwer denn nun seine HD ist, was mit den Mittelmeerkrankheiten ist,Â… Alle Fragen wurden sofort und umgehend geklärt. Auch wurden auf unseren Wunsch hin sofort weitere Mittelmeerkrankheiten bei Nelson getestet, zum Glück waren die alle negativ! Die Ergebnisse und auch die Röntgenbilder bekamen wir zugeschickt und Nelson ging in unseren Besitz über. Nun, Nelsons Hüfte war dann der erste Schock. Alicia zeigte die Bilder einem Tierarzt und der riet dazu Nelson einzuschläfern. Das war ein Schlag! Wir waren fix und fertig. Ein Hund, der nie was Schönes erlebt hat, nie Liebe kennen gelernt hat, noch nie spazieren war, soll man mit noch nicht mal einem Jahr einschläfern...... Nein, das kann es nicht sein! Aber ohne den Hund gesehen zu haben, ohne eine zweite Meinung wollten wir das ganz sicher nicht entscheiden. Und zum Glück beurteilten andere das Bild doch etwas anders. Klar ist, dass er rechts leichte und links schwere HD hat und dass dies die weitere Vermittlung sicherlich nicht einfacher machen würde. Glücklicherweise ist das für die Pflegestelle kein Hinderungsgrund.

So, nun fehlte nur noch eine Flugmöglichkeit nach Deutschland. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, denn es war einfach kein Flugpate von Bilbao nach Deutschland zu finden und die großen Flughäfen wie Madrid und solche waren zu weit weg. Also sollte Nelson ohne Pate fliegen, da machte aber der Flughafen in Bilbao Schwierigkeiten. Dem aber nicht genug, es hätte ja mal was "einfach" funktionieren können: Nun musste auf der Pflegestelle die vorhandene Hündin am Knie operiert werden und so konnte sie Nelson erst Wochen später aufnehmen. Doch Nelson konnte nicht mehr warten und so hieß es eine Übergangslösung zu finden. Also ging die Sucherei wieder los. Eine Pflegestelle - möglichst hier in der Umgebung, denn Nelson noch mehrmals durch halb Deutschland zu karren wäre wohl kaum möglich - musste für 4-6 Wochen gefunden werden. Aber auch das schafften wir, wenn auch auf den letzten Drücker. Und dann fand sich auch eine Reisemöglichkeit nach Deutschland. Eine andere Organisation brachte aus Bilbao Hunde per Fahrzeug nach Deutschland und sie waren bereit Nelson mitzunehmen. Er sollte am 13.11. in Stuttgart ankommen, was optimal war, da ich ehe am 13.11. mit einem meiner Hunde in Stuttgart zur Ausstellung war. Tja nur auch das kam anders und so erfuhren wir kurz vorher, dass Nelson schon am 12.11. kommen sollte. Leider war es mir nicht möglich auch am 12. nach Stuttgart zu fahren und so musste eine Unterbringungsmöglichkeit für eine Nacht her. Es ist doch immer wieder erfreulich wie viele Menschen es gibt, die bereit sind zu helfen und so war auch für diese Nacht eine Unterbringung gesichert.



Und dann kam der große Tag, an dem Nelson endlich eintraf. Die Übergabe an der Tagesstelle klappte problemlos, leider die Übergabe am nächsten Tag an uns nicht, hier noch mal sorryÂ…. Aber auch das bekamen wir hin und seine Kurzzeitbetreuerin heulte Rotz und Wasser als sie sich von ihm trennte. Hier lässt sich erahnen was für ein Schatz Nelson ist!

Den Tag auf der Ausstellung brachte er problemlos hinter sich, war einfach nur lieb zu allem und jedem. Er war sehr dünn und vor allem die Hinterhand war schlecht bemuskelt, aber er kam super zurecht, selbst Treppenlaufen stellte kein Problem für ihn dar.

Am Abend lieferten wir ihn dann bei seiner vorübergehenden Pflegestelle ab. Es tat mir leid, dass er noch so oft hin und her musste.



Auch dort zeigte er sich soweit problemlos, selbst die vielen Hunden (die Pflegestelle hat eine Hundepension mit meist rund 20 Hunden, die in einem Rudel im Haus leben) machten ihm weder Angst noch sonst was.

Kurz vor Weihnachten konnte er dann endlich Richtung seiner endgültigen Pflegestelle ziehen. Zunächst wohnte er noch bei einer Freundin, da die Hündin der Pflegestelle noch ein wenig Ruhe nach einer Operation benötigte, aber schnell stellte sich heraus, dass Nelson sich zu benehmen weiß und die zwei super miteinander klar kommen, so dass Nelson in seine Pflegestelle umziehen konnte. Auch hier lebte er sich schnell ein, schlich sich rasant in alle Herzen und präsentierte sich als reiner Schatz. Er verträgt sich mit allem und jedem. Auch seine Kondition besserte sich nun, sein Fell wurde schön, nur seine Hüften machen uns weiter Sorgen.







Aber manchmal gibt es noch Wunder und so präsentierte uns die Pflegestelle zwei gigantische Tierärzte, die bereit waren Nelson kostenlos zu untersuchen. Ein Röntgenbild brachte die Gewissheit: Beide Seiten hatten sich verschlechtert und eine Operation wird unumgänglich sein. Und wieder stellten sich die Tierärzte als Schätze heraus, so versprachen sie sämtliche Vor- und Nachuntersuchungen kostenlos zu machen! Das Geld für die Operation hofften wir mittels eines Spendenaufrufes zusammen zu bekommen. Dieser startete Mitte Februar 2006.



To be continued und hoffentlich am Ende mit Ausrufezeichen an der Überschrift!







http://www.belgier-in-not.de/index.html

hier unter:

- Notfälle

- Grönendael

- Geschichten

- Spendenaufruf



Liebe Grüße,

fitzceraldo





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