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Smiley Re: Auch nur anschauen mit Makler - keine Chance oT
Du musst, wenn du das Haus haben willst! Es haben dir jetzt 3 Leute gesagt, was Sache ist. Wer gerne das Risiko eingehen will, 20 Jahre auf sein Traumhaus zu warten: Bitte! Um einen genauen Zeitraum eingrenzen zu können, fehlen mir Infos. Nach 15 Monaten und nachweislich stark reduziertem Kaufpreis hat der Makler im unten stehenden Urteil keine Provision mehr erhalten. Meiner Meinung nach ist alles unter einem Jahr, wo der Makler den Kontakt hergestellt hat, nicht ohne Entlohnung des Maklers möglich.



"Mitursächlichkeit der Maklertätigkeit

Die Nachweistätigkeit des Maklers ist für den Kauf eines Hauses auch dann kausal, wenn zunächst abgebrochene Kaufvertragsverhandlungen zwischen Verkäufer und Käufer, die der Makler initiiert hat, aufgrund einer zufälligen Begegnung zwischen den Kaufvertragsparteien wieder aufgenommen werden, weil es zu einem Vertragsschluß ohne die Tätigkeit des Maklers nicht gekommen wäre.



Kommentar:

Das Oberlandesgericht Celle geht pragmatisch davon aus, dass die Vertragsparteien später nicht zusammengefunden hätten, wenn sie sich nicht durch den Makler kennengelernt hätten. Eine Unterbrechung der Kausalität sieht das Oberlandesgericht daher nicht als gegeben an. Die Entscheidung läßt sich insoweit jedoch nicht generalisieren, im übrigen können weitere rechtliche Probleme hinzukommen, insbesondere, ob Identität vorliegt, zwischen dem, was der Makler angeboten hat und was letztendlich zwischen den Vertragsparteien vereinbart worden ist. An einer derartigen Identität fehlt es z. B. dann, wenn der Makler Räume zur Anmietung anbietet aber diese später erworben werden."

OLG Celle, Urteil vom 15.06.2000, Aktenzeichen: 11 U 184/99



"Keine Maklerprovision nach 15 Monaten

Ein Makler bot einem Kunden zwei Eigentumswohnungen an. Nach Übergabe der Exposés und Besichtigung der Objekte nahm der Interessent jedoch von einem Kauf Abstand, da ihm der Kaufpreis zu hoch war. Fünfzehn Monate später kaufte er dann doch eine der Wohnungen zu einem um ein Drittel geringeren Preis als früher vom Makler angegeben. Dieser verlangte seine Provision. Das Oberlandesgericht entschied, dass schon wegen des langen dazwischenliegenden Zeitraums die Maklerleistung für den späteren Kauf der Wohnung nicht mehr als ursächlich angesehen werden kann. Hinzu kam die ganz erhebliche Abweichung des schließlich gezahlten Kaufpreises von dem Angebot des Maklers. Somit bestand kein Provisionsanspruch mehr."

Urteil des OLG Frankfurt/Main Az.: 24 U 5/02



Quelle: http://www.ml-fachseminare.de/urteile/a0011564.html
Mitautor von www.heimwerker-tipps.net

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