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Smiley Kinderliteratur
Hallo Wurpser,



Drostes Beitrag verfehlt meiner Meinung nach das Thema und beschäftigt sich mit der deutschen Titelfindung und der allgemeinen Vermarktung eines Bestsellers – aber nicht mit dem Buch an sich.



Auch seine Erkenntnis(!), dass die Leser in eine andere Welt entführt werden, ist nicht neu, sondern Fundament, Bestandteil und Sinn von Geschichten. Eine gute Geschichte soll uns ja an die Hand nehmen und entführen. Und wenn sie gut erzählt ist, folgen wir ihr willig und neugierig.



Man folgt Melville auf der Jagd nach Moby Dick, man folgt Camus in den Oman, wo die Pest wütet, man folgt Eco in ein mittelalterliches Kloster. Alles fremde Welten, in die ich mit großer Freude entführt wurde.



Ich stand „Harry Potter“ ablehnend gegenüber, bis ich mir den ersten Band griff, um mir selbst ein Urteil zu bilden. Ich habe nicht erwartet, dass ich Joyce oder Irving präsentiert bekomme. Und so war es auch.

Ich habe mich trotzdem gerne auf diese Reise eingelassen, denn Rowling verfügt über eine Liebe zum Detail, die man meiner Erfahrung nach bei Büchern, die nur geschrieben werden, um Geld mit ihnen zu machen, nicht vorfindet. Die Geschichte von Harry Potter mag eine einfache sein, aber sie wurde mit Herzblut geschrieben.

Ich kann nichts Verwerfliches dabei finden, sie gelesen zu haben. Und erst recht nicht, dass sie Grund für einen „Diskussionsbeitrag“ ist.



Apropos „Kinderliteratur“: mal versucht, etwas für Kinder zu schreiben, die, was Spannung, Dramaturgie und Figurenführung betrifft, verdammt aufmerksame Leser/Zuhörer sind?

Gute „Kinderliteratur“ zu schreiben ist in meinen Augen ein anspruchsvolles Unterfangen. Respekt für jeden, der sich darauf einlässt.



Grüße, Trace



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