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Smiley Heirat und Namenswahl - v.a. an die Herren hier im Forum
Hallo Gemeinde,



im August d.j. werde ich heiraten und muss mir daher langsam Gedanken um den Familiennamen machen.



Seit einigen Jahren ist die Namenswahl ja freier. Allerdings scheint ein Mann, der den Namen der Frau annimmt, irgendwie bei vielen Leuten als "Weichei" o.ä. zu gelten. "Der steht ja unterm Pantoffel", "Nicht genug A**** in der Hose, um sich durchzusetzen", "Was Dein Vater dazu sagen würde" etc, hab ich mir schon alles anhören müssen.



Wie seht ihr das?





Ein paar Gedanken:



* Klang

In meinem/unserem Fall ist es so, daß mein Nachname kurz ist (eine Silbe) und zu ihrem Vornamen (drei Silben) klanglich und rhythmisch nicht so gut passt. Ihr Nachname allerdings passt klanglich zu meinem Vornamen. Beide Namen sind afaik "neutral" (also inhaltlich bedeutungslos und ohne Konnotationen) und keine Allerweltsnamen. (Wenn einer von uns einen solchen Massennamen hätte, würde er seinen Namen abgeben, da sind wir uns beide einig).



* "Tradition" und "Dynastie"

Natürlich wird eine Namenslinie abgetrennt, wenn ein Name abgegeben wird. Aber das war schon immer so, und Neubildungen (analog einer Schiffstaufe, hab ich mal im Scherz gesagt) sind ja nicht erlaubt. Warum also wird das auch heute noch, wo es anders ginge, von Frauen "erwartet", bei Männern dagegen "belächelt"? Ist die Stammhalterdenke noch so in den Köpfen? Oder kommt mir das nur so vor? Meine Familie war jedenfalls nicht begeistert, als ich den Namenswechsel vorschlug, aber die Familie meine Zukünftigen - deren Name dzt. nur noch von ihr und ihrem Bruder weitergeführt wird und damit auszusterben droht - erwartet keineswegs, daß ich "umziehe", freut sich aber natürlich, wenn ich das tu. Mein Name dagegen stirbt nicht aus, denn meine Cousins haben die nächste Generation meines Namens schon in die Welt gesetzt. Die "Linie" meines Vaters, dessen einziges Kind ich bin, bräche natürlich ab. Fragen kann ich ihn nicht mehr, er starb vor 10 Jahren. Den Namen meiner Zukünftigen zu "retten" sei nicht mein Job, meinen viele meiner Verwandten. Andererseits, warum einen wohlklingenden und bis ins 14. Jh. zurückverfolgbaren, ehemals sogar adligen Namen aussterben lassen?



Ich bin mir nicht einig.



Was meint ihr?

Martin
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