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Smiley Re: Austritt aus Kirche um Kirchensteuer zu sparen unmoralisch?
Hallo Heinz,



zu Deinem Posting antworte ich, weil ich einerseits meine, zu verstehen, was Du ausdrücken wolltest und andererseits niemals jemandem, der ganz anders denkt, meine Gedanken aufdrängen möchte und schon gar nicht als die einzig richtigen!



Ganz intensiv habe ich darüber nachgedacht, wie meine Kindheit und Jugend ohne den religiösen Hintergrund verlaufen wäre, und genau das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es hat mir einfach ungemein gut gefallen. Meine Eltern haben natürlich das weitergegeben, was in ihren Elternhäusern vorgelebt wurde Â… und was sie als richtig empfunden haben! Wir Kinder hätten uns dennoch mit 14 umorientieren können, wenn wir denn gewollt hätten. Das haben wir nicht. Uns hat die Atmosphäre nicht nur gefallen, für mich z. B. war sie einfach wunderschön! Der Kirchgang zu Fuß war ein langer Weg (ca. 4 km), und dennoch wurde er an keinem Sonntag versäumt, und die Geborgenheit, die weiter ging als die des Elternhauses – dort bemühte man sich natürlich auch, uns Kindern Geborgenheit zu geben – möchte ich niemals missen. Ich könnte etliche Geschichten erzählen, wo ich mich von Schutzengeln umgeben fühlte und auch schwierigste Situationen gemeistert habe, aber das ist eine Frage des Glaubens Â… und das wird – insbesondere im iNet – nicht nur heftig belächelt, sondern dient sogar zu größten Heiterkeitsausbrüchen. Egal – ich fand es wunderschön, und die Geborgenheit ist nicht zu beschreiben! Auch die traumhaft schönen Weihnachtsfeste im unbeirrbaren Glauben an die Weihnachtsgeschichte und der daraus abgeleitete Brauch, dass das Christkind die Gaben bringt, werden mir wohl bis zum letzten Atemzug im Gedächtnis bleiben Â… das Abendrot, das besagte, dass das Christkind Plätzchen backt, all die guten Taten in der Adventszeit, für die man einen Strohhalm in die Krippe legen durfte, damit das Jesus-Kind weich liegen konnte etc. All diese Erinnerungen möchte ich um keinen Preis der Welt missen!



Auch habe ich an konfessionsgebundene Schulen nur positive Erinnerungen. Ich kann mich an keine Ordensschwester erinnern, die nicht sanft und liebevoll gewesen wäre! Natürlich musste die eine oder andere auch mal streng sein, aber nie hatte ich Grund, über eine von ihnen zu klagen!



Es ist mir schier unmöglich, mir eine andere Kindheit vorzustellen, eine Kindheit ohne einen Lieben Gott. Aber vielleicht gelingt es Eltern so viel Liebe zu geben, dass die Kinder niemals etwas missen, dass sie sich auch in schlimmsten Krisensituationen, auch wenn sie fern von Daheim sind, geborgen fühlen können, ohne irgend etwas zu haben, an dem sie sich festzuhalten vermögen!



Vielleicht reicht nur meine Hirnmasse nicht aus, um mir vorzustellen, ohne Sinn im luftleeren Raum zu schweben und mir dennoch geborgen und nicht verlassen vorzukommen!



Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir

und allen hier





Und zur Eingangsfrage ... eine Stellungnahme meinerseits erübrigt sich wohl! Niemals würde ich aus materiellen Gründen austreten... (Wenn man schon darüber grübelt, dass es unmoralisch sein könnte, ist man doch nicht total ungläubig!!!) Wenn man an nichts glaubt, ist das eine andere Sache, aber auch dann kann man soziale Einrichtungen unterstützen! !



Ich kenne übrigens keinen Geistlichen mit dickem Auto, würde ihm den aber gönnen! Auch gönne ich Gates die Milliarden von ganzem Herzen und auch jegliche Traumgage den Sportlern, die mit ihren Fähigkeiten die Massen begeistern! Kein Sozialneid - d. h. ein zufriedenes Leben und eine gebende Hand (sicherlich - leider - viel zu selten, aber ich arbeite daran! )

















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